Potosí liegt auf über 4000 Meter Höhe. Es ist die alte Minenstadt Bolivien und eigentlich hatte ich hier gar keinen Stop geplant. Aufgrund der ersten Buserfahrung von Copacabana nach La Paz habe ich mir dann aber überlegt, dass ich statt einer siebenstündigen Busfahrt lieber zwei kürzere Fahrten mache. Die Straßen sind hier nämlich wirklich gewöhnungsbedürftig. Wobei es zwischen Copacabana und La Paz schlimmer war. Da ich weiterhin im (auf dem) Altiplano unterwegs bin, gibt es auch keine fiesen Kurven. Man hat es kaum bemerkt, dass es 1200 Meter weiter nach oben ging.
Ähnlich wie in La Paz hat der blöde Bus wieder keinen richtigen Busbahnhof angefahren, sondern plötzlich hieß es "alle aussteigen". Finde ich wirklich nicht witzig, wenn ich mit meinem ganzen Gepäck an irgendeiner Straßenecke stehe und weit und breit die einzige Gringa bin. Ich wusste, dass es in Potosí kein Uber gibt, musste also ein Taxi anhalten. 10 Bolivianos (= € 1,20) für 3 km ins Zentrum. Bei solchen Preisen diskutiere ich gar nicht. Wenn der Taxifahrer mir doppelt so viel berechnet wie einem Bolivianer, gönne ich ihm das.
Mein Hotel ist mit € 50 pro Nacht sehr teuer für Bolivien, aber ein bisschen Luxus muss ja ab und zu sein. Mein Zimmer hat sogar eine Heizung. Die hat mir Schlafprobleme verursacht 😀. Tatsächlich ist es hier weniger kalt, als ich erwartet hat, aber selbst, wenn dem nicht so wäre: Mit voll aufgedrehter Heizung kann ich genauso wenig schlafen wie mit Klimaanlage. Heute morgen habe ich Bescheid gesagt und jetzt ist sie aus.
Potosí hat ein hübsches Zentrum mit Fußgängerzone, das war eine positive Überraschung. Nicht sehr groß, sodass ich mit zwei Spaziergängen gestern und heute einen guten Eindruck bekommen habe. Man muss sich ja nicht stressen. Ich muss mich schließlich mental auf die Uyuni-Tour am Montag oder Dienstag vorbereiten. Da Uyuni relativ klein ist, hoffe ich, dass der verdammte Bus mich morgen ausnahmsweise mal in der Nähe meines nächsten Hotels absetzt.










Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen