31/05/2025

Savoca - Drehort von "Der Pate"

 


Es folgt noch ein Artikel "Sizilien-Rundreise Teil 2", aber ich packe heute mal schnell die Fotos von unserem Ausflug nach Savoca in einen Post. Das war witzigerweise eine Empfehlung von ChatGPT. Hier wurde 1972 ein Teil des Mafia-Films "Der Pate" gedreht. Es ist ein Bergdorf mit Meerblick und damit übrigens auch eine Warnung, dass Meerblick nicht bedeutet, dass ein Haus in der Nähe des Meers ist. GoogleMaps hat uns eine Straße heraufgejagt, an der ich als Fahrerin verzweifelt wäre. Total viele Kurven und total eng. Keine Ahnung, wie das funktioniert hätte, wenn uns jemand entgegengekommen wäre. Ist zum Glück nicht passiert und auf dem Rückweg haben wir dann einen anderen Weg genommen. Das war eine richtige Straße, aber auch da hat es gut eine halbe Stunde gedauert, bis wir unten waren. 

Das Dorf war sehr hübsch, aber auch sehr touristisch und die Bar, die aus dem Film bekannt ist, hatte dermaßen Abzockerpreise, dass wir aufgestanden und wieder gegangen sind. Wir haben letztendlich nur einen Rundgang gemacht und sind dann zurück nach Acireale gefahren, wo Sergio gekocht hat. Das werde ich vermissen, dass mir jemand fast jeden Tag leckeres Futter vor die Nase stellt. Gut, ich bin natürlich nett und spüle nachher das Geschirr. Außerdem werde ich oft zum Zwiebel- und Knoblauch-Kleinschneiden abkommandiert :-D. 












24/05/2025

Rundreise Sizilien Teil 1


Die letzten 10 Tagen sind sehr schnell vergangen, aber gleichzeitig habe ich das Gefühl, wir schaffen viel zu wenig. Sergio kam am 13. Mai pünktlich am Flughafen Catania an und wir haben das Mietauto abgeholt. Gleich vorneweg: Es ist mehr als angenehm, ein Auto zur Verfügung zu haben, aber in manchen Straßen hier möchte ich nicht fahren. In den Dörfern zu schmal und in den Bergen zu steil und zu viele Kurven. Aber ohne Auto macht Sizilien keinen Spaß, sobald man aus den Städten raus ist. 

Die ersten zwei Tage haben wir in Giarre verbracht, wo Sergios Großvater geboren wurde. Bei der dortigen Stadtverwaltung haben wir noch einmal eine Geburtsurkunde besorgt. An einem Tag hat es leider dermaßen extrem und ohne Unterbrechung geregnet, dass wir kaum rausgehen konnten. Sie hatten sogar die Schulen geschlossen. 

Nächste Station war Siracusa, ein Stück weiter im Süden. Eigentlich wollten wir von dort aus nach Noto fahren, um ein Dokument abzuholen, das ein Argentinier besorgt hatte. Der sagte uns allerdings im letzten Moment ab und schickt das Dokument nun an die Adresse der Schwester einer ehemaligen Schülerin von mir, die auf Sizilien lebt. Trotzdem hat uns Siracusa sehr gut gefallen, vor allem die Insel Ortigia, die man über eine Brücke erreichen kann. Momentan hat Sergio es sich in den Kopf gesetzt, dort etwas zu kaufen, aber das ist ziemlich teuer. 

Außerdem hatte er es sich in den Kopf gesetzt, ein italienisches Bankkonto zu eröffnen. Das führte zu einer ähnlichen Odyssee, wie ich sie in Buenos Aires hatte, aber nach einigen Abfuhren haben wir es dann tatsächlich geschafft, ein Konto bei der Unicredit zu eröffnen. Komplett mit seinen argentinischen Dokumenten, also auch Adresse. Allerdings mussten wir eine Nacht länger in Siracusa bleiben als geplant. Aber er ist happy, dass er jetzt eine eigene europäische Debit-Karte hat. 

Auf dem Weg nach Siracusa hatten wir kurz Station in einem Ort namens Brucoli gemacht, wo wir ein sehr teures Mittagessen hatten, vom dem Sergio zudem nicht satt geworden ist. Wie gesagt, italienische Restaurants sind katastrophal. Also, nicht das Essen, aber die Art, wie man es zusammenstellen muss und wie einem jede Kleinigkeit einzeln berechnet wird. Es funktioniert eigentlich nur Pizzeria. Pizza ist supergut und preiswert. Zum Glück kocht Sergio ja gern und auf einem Straßenmarkt oder im Supermarkt einzukaufen ist günstig. 

Von Siracusa aus sind wir am Sonntag in das Städtchen Avola gefahren und ein bisschen am Meer spazieren gegangen. 

Unsere längste Strecke war dann die Fahrt nach Alimena, das kleine Dorf in den Bergen, wo Sergio wahrscheinlich seinen Staatsangehörigkeitsprozess in Angriff nehmen wird. Alimena liegt zwar total abgelegen, aber es war nett. Wir haben uns dort mit einer Argentinierin getroffen, die bei den bürokratischen Sachen hilft und auch einige Häuser angeschaut, wo man für drei Monate leben und den Wohnsitz anmelden kann. Eigentlich wollten wir zwei Nächte in Alimena bleiben, aber dadurch, dass wir in Siracusa eine Nacht verlängern mussten, verkürzte sich der Aufenthalt auf weniger als 24 Stunden. 

Jetzt sind wir für eine Woche an der Nordküste in einem netten kleinen Ort und haben ein Airbnb direkt am Meer. Vom Balkon aus schaut man auf das Meer und hört die Wellen. 
















03/05/2025

Sehr ruhige Tage in Messina

 

Die Zugfahrt von Palermo nach Messina ging der Küste entlang. Leider durch recht viele Tunnel, aber ich habe doch genug gesehen, um mich auf die Woche Nordküste Ende Mai zu freuen. Mein B&B liegt etwa 4 km vom Zentrum entfernt. Ich habe das Meer vor der Nase, sobald ich das Gebäude verlasse, aber es gibt auch alles Wichtige in der Nähe. Man kann das italienische Festland von hier aus gut sehen und nicht weit von meinem B&B fahren regelmäßig die Autofähren ab. Da ich vor zwei Jahren schon einmal kurz in Messina war, habe ich mir Sightseeing-Touren gespart und nur geschaut, dass ich genug Bewegung habe. Ansonsten Arbeit und viel Lesen. Das Wetter ist mittlerweile wirklich gut geworden, eine Jacke ist nicht mehr notwendig. Tja und morgen geht es dann wieder nach Catania, wo dann am 13. Mai Sergio ankommt.