30/10/2022

Skopje - Stadt der Statuen und neuen alten Gebäude


Es war ein etwas merkwürdiger Monat. Ich hatte nämlich überhaupt keine Lust auf touristische Aktivitäten. Natürlich bin ich durch die Stadt gelaufen, aber ich habe keine Ausflüge gemacht. Das ist okay. Ich hatte ein sehr gemütliches Airbnb mit einer gut ausgestatteten Küche und Balkon. Wenn ich nicht gearbeitet habe, habe ich viel Elvis gehört und viel gelesen. Und meine Kurse gemacht und weiter Russisch und Ungarisch gelernt. 

Skopje ist lustig. Es gibt ganz viele Gebäude, die aussehen, als wären sie im 19. Jahrhundert gebaut, aber tatsächlich sind sie erst ein paar Jahre alt. Dazu jede Menge Statuen, teilweise extrem kitschig. Auch alles neu. Es gibt jede Menge Cafés und Restaurants, aber keine richtige Fußgängerzone. Der alte Basar ist interessant, aber zu viele Menschen für meinen Geschmack. Kurz und gut, diese 4 Wochen gingen ziemlich schnell und ereignislos vorbei. Deshalb gibt es nicht wirklich etwas zu berichten, aber hier sind noch ein paar Fotos: 

Aussicht vom Balkon. Mein Airbnb war im 15. Stock. 

Diese Kirche steht gegenüber vom Busbahnhof

Wie gesagt, sehr merkwürdige Statuen/Denkmäler

Weder die Gebäude noch das Schiff sind alt

Aber die mazedonische Flagge ist hübsch

Wie gesagt, überall Statuen :-)

Mutter Theresa wurde in Skopje geboren und deshalb gibt es ein Gedenkhaus (und eine Statue)

Das war mein Gebäude. Es heißt Flatiron.

Sagte ich schon, dass es jede Menge Statuen gibt? 

Und ein letztes Foto. Natürlich mit Statue. 

Das Wetter war übrigens total sommerlich, um die 25°C tagsüber und viel Sonne. Am Mittwoch geht es weiter nach Prishtina. Das ist die Hauptstadt des Kosovo. 

04/10/2022

Katzenstadt Ohrid


Manche Dinge sind einfach perfekt und meine zwei Tage in Ohrid gehören dazu. Das Wetter hat mitgespielt, meine Unterkunft war super und der See ist einfach traumhaft schön. Es gab noch mehr Touristen, als ich gedacht hatte und ich habe viel Deutsch gehört. Lag vielleicht daran, dass der 3. Oktober in Deutschland ein Feiertag ist. Heute hatte ich ein nettes Gespräch mit einer Familie aus Norwegen. Wir hatten auf der Festung einige Worte auf Englisch gewechselt und nachdem ich sie untereinander sprechen hörte und das sehr skandinavisch klang, habe ich sie gefragt, woher sie kommen. 

Die Mazedonier scheinen alle Englisch zu sprechen. Selbst die Frau auf der Post ist sofort ins Englische gewechselt. Das war in Serbien anders gewesen und deshalb hatte ich mir alle notwendigen Wörter auf Mazedonisch übersetzt. Ist übrigens dem Serbischen recht ähnlich. Was die Preise betrifft, so ist es hier teurer als in Serbien, aber das kann auch daran liegen, dass Ohrid so touristisch ist und ich nur im Stadtzentrum unterwegs war. Mal sehen, wie das in Skopje ist. 

Es gibt total viele Katzen hier und die meisten sind nicht scheu. Das Beste war, als ich gestern in einem Restaurant beim Mittagessen saß und mein Moussaka verspeisen wollte. Plötzlich standen drei Katzenkinder neben mir und forderten laut miauend ihren Anteil. Sie haben ihn bekommen. 

Ich habe unglaublich viele Bilder gemacht und werde einfach mal einige davon posten und kurz kommentieren, bevor ich hier einen langen Text schreibe. 

Aussicht von meinem Balkon. Im ganzen historischen Zentrum sind Apartments zu mieten. 

Seeromantik

Es gibt verdammt viele Kirchen und ich habe keine Ahnung, welche dies nun ist. 

Spaziergang am See

Auf der anderen Seite müsste schon Albanien sein. 

Sieht fast aus wie ein Gemälde, die Farben des Sees sind unglaublich. 

Hier noch einmal dieses wunderschöne Blau. 

Viel Wald gibt es auch. 

Die berühmteste Kirche in voller Schönheit

Das ist das Antike Theater. Diese Stadt ist sehr alt. Laut griechischer Mythologie wurde sie etwa 2000 v. Christus von dem phönizischen König Cadmus unter dem Namen Lychnidos gegründet. Ausgrabungen haben ergeben, dass Ohrid auf jeden Fall schon im 4. Jahrhundert v. Chr. existierte. 

Ich glaube, das ist ein Kloster. 

Wie gesagt, Katzenstadt

Und noch eine Mieze

Solche Gassen sind überall. Das historische Zentrum ist UNESCO-Weltkulturerbe. 

Auch das hier ist eine nette Idee

Das war die Katzenbande beim Mittagessen. 

Moscheen gibt es auch. 

Ein bisschen Arbeit mit schöner Aussicht und mit Katze

Die Festung ist riesig, aber es sind nur noch die Mauern und einige Türme erhalten. 

Und natürlich hat man eine wunderschöne Aussicht auf den See. 

Cappuccino muss auch sein. Kostet hier €1,50. 

Dieser Turm wurde von Türken gebaut. Im 18. Jahrhundert. 

Noch eine Mieze mitten auf der Straße

Mein letzter Spaziergang

Das war also mein Start in Nordmazedonien. Morgen geht es für vier Wochen nach Skopje und wenn das Wetter mitspielt, sind zwei oder drei Tagesausflüge geplant. 

01/10/2022

Noch einmal Niš

 

Gestern mittag haben die Australier mich zum Busbahnhof in Pirot gebracht und ich bin nach Niš gefahren. Es ging nochmal durch die Berge mit spektakulären Aussichten und vielen Tunneln. Und wieder brauchte der Bus für die etwa 70 km fast zwei Stunden. Hat Ähnlichkeiten mit den Anden. 

Ich hatte mir eine Unterkunft zwischen Busbahnhof und Fußgängerzone gesucht. Zwar über booking, aber ein Studio. Dem Besitzer hatte ich Donnerstag Bescheid gegeben, dass ich gegen 14 Uhr ankommen würde. Ich sollte anrufen, wenn ich da wäre. Was passiert? Ich stehe um 14:20 Uhr vor der Tür, rufe an und der sagt mir, die Putzfrau wäre in zehn Minuten da, würde saubermachen und dann könnte ich rein. Toilettenpapier musste ich auch selber kaufen. Na gut, hätte schlimmer sein können. Das Internet ist schnell und es gibt einen Wasserkocher und einen Minikühlschrank. 

Gestern war das Wetter mit 27°C total warm und sonnig, heute hingegen viel Regen, aber trotzdem 23°C. Der Regen war kein großes Problem und hat mich nicht davon abgehalten, die 4 km zum Ćele Kula zu laufen. 1809 gab es hier einen Aufstand gegen die Türken, bei dem die serbischen Rebellen getötet wurden. 952 Schädel von Getöteten verbauten die Türken in einem Turm, als Warnung an die serbische Bevölkerung. Heute stecken noch 58 Schädel in diesem Turm. Die anderen wurden gestohlen oder beerdigt. Seit 1892 stehen die Reste des Turms in einer Kapelle. 

Hier geht es zum Schädelturm. Eintritt 200 Dinar (ca € 1,60)

Hier bekommt man das Ticket

die Kapelle, in der der Turm steht

Fotografieren nicht so einfach, da der Turm durch Plexiglas geschützt ist


Der Schädel des serbischen Rebellenführers Stevan Sinđelić ist separat zu bewundern. 

Auf dem Rückweg bin ich am Fluss Nišava entlang gegangen und konnte mich an einigen unglaublich hässlichen Gebäuden aus kommunistischen Zeiten erfreuen. In Belgrad gab es ja sehr ähnliche Exemplare: 


In der Nähe des Stadtzentrums gibt es ein Denkmal zur Erinnerung an die Serben, die während der NATO-Bombardierung 1999 ihr Leben verloren haben. Scheiß Kriege. 


Tja, das war Serbien. Sehr interessant und es gibt natürlich noch viel mehr zu sehen als meine kurzen Eindrücke aus Belgrad, Novi Sad, Niš und Pirot. Trotzdem ist mein Aufenthalt hier nun beendet und morgen geht es weiter nach Nordmazedonien. 

Abschied aus Pirot


So wie oben auf dem Fotos sah es in den letzten Tagen morgens aus. Nebel über dem Dorf. Im Laufe des Tages wurde es dann aber fast immer sonnig und warm. Nur an einigen Tagen kletterten die Temperaturen nur bis 15°C. Das fand ich schon ziemlich kalt und führte dazu, dass ich meine Kleidung etwas ausgewechselt habe. Zwei Kleider und ein Top mussten in Pirot bleiben und wurden durch einen Pullover, ein T-Shirt und eine Leggings ersetzt. Ich bin zuversichtlich, dass ich mit Handgepäck durch den Winter komme. Es ist ja auch ganz nett, öfter mal neue Klamotten zu kaufen. 

Es gab dann noch Katzennachwuchs. Genau genommen war er schon da, aber das hatte niemand gewusst. Die Mieze hier brachte irgendwann ein Junges bzw. versuchte sie es. Die Hunde waren leider nicht damit einverstanden. Einmal schaffte es die kleine Mieze bis auf den Balkon und musste sich dann in den Blumentopf flüchten. Die Existenz des Katzenbabys führte zu etwas Missstimmung zwischen den Australiern und mir. Irgendwie hatte ich gedacht, sie würden sich freuen (Katzenbabys sind doch einfach süß), aber stattdessen bekam ich die Anweisung, die neue Mieze zu ignorieren. Das wiederum habe ich ignoriert und ich hoffe, dass das Katzenkind es schafft, sich ebenso wie ihre Mama doch noch bei den Australiern einzuschmeicheln. Die sind halt Hundemenschen. Ich mochte die Hunde, aber ich mag halt Katzen wesentlich lieber. 

So groß war die Kleine am letzten Tag schon. 

Insgesamt war die zweite Septemberhälfte besser für Spaziergänge, das es nicht mehr so heiß war. Die Natur in Südserbien ist wirklich schön. 

Das letzte Stück den Berg hoch, um zum Haus zu gelangen

Hier werden viele Paprika getrocknet

In Pirot

Das letzte Mal auf dem Weg zum Lidl an der Burg vorbei