31/12/2023

Rückblick 2023 und Ausblick auf 2024

Die argentinischen Züge fahren nicht weit, sind eher wie S-Bahnen. Das hier ist Bahnhof Núñez

Ich habe mir gerade noch einmal meinen Rückblick/Ausblick-Artikel von vor einem Jahr durchgelesen. Äh, ist irgendwie mal wieder anders gelaufen, als ich so gedacht hatte. Vor einem Jahr war ich in Albanien, jetzt in Argentinien. Dieses Jahr  war ich in elf verschiedenen Ländern, aber manchmal nur sehr kurz: Albanien, Italien, Vatikan, San Marino, Kroatien, Deutschland, Aruba, Peru, Argentinien, Paraguay und Bolivien. 

Hier noch einmal Monat für Monat: 

Januar - März: Das waren Anfang Januar die letzten Tage in Vlora/Albanien und dann ging es mit der Fähre rüber nach Italien. Mit Ausnahme des wirklich schönen Aufenthalts auf Sizilien bin ich da viel zu schnell gereist und war Ende März entsprechend erledigt. Kurze Ausflüge in den Vatikan und nach San Marino gab es auch, was auf jeden Fall interessant war. 

April: Drei Wochen in Split/Kroatien. Geplant war eine Woche und dann weiter nach Bosnien, aber aufgrund von Reisemüdigkeit bin ich in Kroatien geblieben und von dort nach Deutschland geflogen. 

Mai: Besuch bei den Kindern und in Herford. Immer schön. Dann der Flug von Amsterdam nach Aruba, wo es mir gar nicht gefallen hat, sodass ich sehr froh war, als ich Mitte Mai dann nach knapp 15 Monaten Abwesenheit mal wieder in Lima landete. 

Juni/Juli: Argentinien. Erst Buenos Aires, dann per Bus in Etappen bis an die paraguayische Grenze. 

August/September: Drei Tage Paraguay und von dort zurück nach Lima, um meinen Pass abzuholen. 

September/Oktober: Mein Aufenthalt in Santa Cruz/Bolivien war entspannt in einem netten Airbnb, aber nicht wirklich ereignisreich. 

November: Ab nach Paraguay, um die Aufenthaltserlaubnis zu beantragen. Fünf Wochen Asunción waren zu lang. Das ist keine Stadt, wo ich nochmal längere Zeit verbringen möchte. 

Dezember: Zurück nach Buenos Aires, wo nun bis Mitte Februar bleiben werden. 

Arbeitsmäßig positiv war, dass ich tatsächlich keine neuen Schüler genommen habe bzw nehmen musste. Es sind jetzt noch 12, von denen eine Russin und ein Amerikaner zwei Stunden pro Woche machen. Also maximal 14 Stunden Unterricht pro Woche, aber durchschnittlich eher 10. Die Buchverkäufe sind stabil, sollten aber steigen. Das Problem ist, dass immer so viel zu machen ist bzw wäre und ich das irgendwie nie so richtig auf die Reihe bekomme. Ich bräuchte dringend eine Assistentin, aber dafür fehlt das Geld. 

Ausblick auf 2024: Ich werde nicht nach Europa fliegen. Jaci und Felix kommen auf jeden Fall, wenn auch erst im November und Thiago kann ich hoffentlich auch noch überreden. Plan ist, den größten Teil des Jahres in Argentinien zu verbringen, aber ich möchte auf jeden Fall auch Chile besuchen. Und vielleicht im hiesigen Winter für einige Wochen nach Brasilien. 

Bahnhof Tigre, Provinz Buenos Aires (ca 40 min mit dem Zug von Núñez)

Selbsterklärend

Gebäude an der Avenida del Libertador

Park in Palermo

Buenos Aires ist unglaublich grün

Das ist ein Café, aber ich war nicht drin

Nochmal Park in Palermo

Café gleich um die Ecke, perfekt, um schnell einen Cappuccino zu trinken

22/12/2023

Vorweihnachtszeit - aber nicht wirklich weihnachtlich

Anders als in Bolivien und Paraguay habe ich gerade mal wieder viel Lust zum Fotografieren. Und auch zum Blog-Schreiben. Oder Fotos mit Kommentaren. 

Frühstück für 2100 Pesos (aktuell ca 2 Euro): 2 Medialunas, ein Alfajor, Milchkaffee und Wasser im Plastikbecher. 

Einer der vielen Futterplätze in meinem Stadtteil Núñez

Einen indischen Laden gibt es auch. Weniger schön war die Sichtung einer Taliban-Familie. Soll heißen: Frau mit Nikab, Mann sah echt aus wie ein Taliban und zwei wirklich kleine Mädchen schon mit Kopftuch. Abartig. Warum bleiben diese Leute nicht da, wo alle so herumlaufen? Es ist schlimm genug, dass Westeuropa von denen überschwemmt wird. Hier in Südamerika will ich die wirklich nicht haben. Der Anblick macht mich regelrecht aggressiv. Ich mag keine maskierten Menschen, deshalb konnte ich die Gesichtswindel während der Corona-Zeit ja auch nie leiden. Hatten diese Nikab-Musliminnen damals wohl noch zusätzlich Masken unter ihrer Verkleidung? 

Arco Chino, das Tor zu Chinatown. Ist aber nur klein. Ich war hier 2017 schon mal, Damals hatte ich mein Airbnb auf der anderen Seite des Tors, im Stadtteil Belgrano. Ist jetzt aber auch nur 20 Minuten zu Fuß entfernt. 


Weihnachtsfeeling mitten im Sommer. Diese Art von Weihnachtsbäumen sind typisch für Südamerika. 

Nochmal Chinatown. Mit Pandabären, ist ja passend. 

Regenwetter. In der Nacht vom 16./17. Dezember hatten wir einen fiesen Gewittersturm, der in der Stadt und Provinz Buenos Aires einiges an Schaden angerichtet hat. Ich bin um 4:00 Uhr morgens aufgewacht, weil es entsetzlich laut gedonnert hat. Strom war auch weg, aber ich bin nochmal eingeschlafen und als ich drei Stunden später wieder aufwachte, waren Strom (und damit mein Internet) wieder da. Am Sonntag habe ich mich dann tatsächlich gar nicht aus der Wohnung gerührt. Hatte eh genug zu tun, weil ich die ganze Woche seit meiner Ankunft vor mich hin getrödelt hatte. Das Foto oben ist von Montagmorgen. Montag war es mit 17°C ziemlich kühl, aber gegen Mittag hörte es dann endlich auf zu regnen. 

Dieses Futter hat mich 3590 Pesos gekostet. Das sind etwas mehr als 3 Euro. 

Von der argentinischen Politik gibt es zu berichten, dass das Ministerium für Frauen, Gender-Angelegenheiten und Diversität nicht mehr existiert. Der Gender-Quatsch hat sich hier offiziellerweise erledigt. Yeah! 

Die Toleranz der Milei-Regierung gegenüber den sogenannten Piqueteros (Leute, die Straßen blockieren, um die Regierung zu erpressen und andere Menschen davon abhalten, pünktlich zur Arbeit kommen - also praktisch so ähnlich wie die Klimakleber) ist auch Null. Piqueteros bekommen zukünftig kein Geld mehr vom Staat, ihnen werden die Sozialpläne gekündigt. Macht Sinn. Sollte man bei den Klimaklebern genauso machen. Ebenso bei allen anderen arbeits- und/oder integrationsunwilligen Menschen. Da würde Deutschland auch einiges an Geld sparen. 

So ganz nebenbei, Libertäre sind nicht unsozial. Javier Milei hat sein Gehalt als Abgeordneter komplett gespendet. Sein Gehalt als Präsident wird er jetzt behalten, denn als Abgeordneter konnte er aus anderen Quellen Einkommen generieren, als Präsident nicht. Christoph Heuermann, der deutsche Staatenlos-Boss (der ja witzigerweise auch aus Herford kommt), hat die Einnahmen aus seinen Black-Friday-Aktionen an verschiedene Projekte gespendet. Ein anderer digitaler Nomade und ebenfalls libertär denkend ist gerade auf Kuba und hat Medikamente im Wert von 500 Euro mitgenommen, die dort dringend gebraucht werden. Nein, wir sind nicht unsozial, wir haben nur keine Lust, inkompetente/korrupte Politiker, Faulpelze oder muslimische Terroristen zu finanzieren. 

Sagte ich schon, dass es in Buenos Aires ganz viele Gassi-Geher gibt? Die holen die Hunde von ihren Besitzern ab und gehen mit ihnen spazieren. 

Brasilianische Käsebrötchen gibt es auch. Ein bisschen teuer. 1700 (ca € 1,50) Pesos für sechs Mini-Brötchen. Aber soooo lecker. Zum Vergleich: 6 Facturas (siehe Bild unten) kosten 1200 Pesos (ca € 1). Aber der Spruch ist gut: Somos la compañía que tu mate y café andan buscando - Wir sind die Gesellschaft, die dein Mate (typisches argentinisches Tee-Getränk) und dein Kaffee suchen.  

Facturas 

Einer der Parks in der Nähe

Ein bisschen Humor muss auch sein: Die Falkland-Inseln sind argentinisch - Und der Saavedra-Park gehört den Nachbarn :-). 

Der Schriftsteller Enrique Larreta hatte ein ziemlich schickes Haus hier ganz in der Nähe, im Stadtteil Belgrano. Ist heute ein Museum und ich wollte eigentlich in erster Linie den Garten sehen: 




Kirchen gibt es auch. 

Und halt immer dieses Stadtbild von Buenos Aires, dass ich so liebe. Alte Architektur gemischt mit Hochhäusern. 

13/12/2023

Zurück in Buenos Aires

 

Flughafen Asunción. Ja, mitten im Flughafen hat da jemand seine Waren ausgebreitet. Das war schon im August so, aber damals war ich zu müde, um ein Foto zu machen. Scheint jedenfalls ständig da zu sein, auch wenn ich diesmal keinen Verkäufer gesehen habe. 

Mein Flug war um 15:50 Uhr, der vorletzte Flug des Tages und entsprechend leer war der Flughafen. Um etwas im Duty-Free-Shop und später einen Kaffee kaufen zu können, musste ich meine Dollar bemühen, denn die Kartenzahlung funktionierte mal wieder nicht. 

Ja, ich war froh, als ich schließlich im Flugzeug saß und Paraguay hinter mir lassen konnte. Ja, Argentinien steckt in einer abartigen Krise, aber mal abgesehen von den Obdachlosen sieht man das in Buenos Aires nicht. Es ist weiterhin eine wunderschöne Stadt, die einfach alles bietet, was man sich wünschen kann. 

Ankunft am Flughafen Jorge Newberry mitten in der Stadt

Und ich habe ein Airbnb mit Balkon und viel Grün vor der Nase. Ein Studio, aber groß genug für eine Person und endlich mal wieder mit viel Licht. Und einer funktionierenden Klimaanlage. Das war in Asunción ja auch ein Problem. Wobei ich bis jetzt ganz gut ohne Klimaanlage zurechtkomme. Es ist warm, aber nicht diese fiese Hitze wie in Paraguay. 


Diese Woche habe ich irgendwie ziemlich viele Unterrichtsstunden, aber ab nächste Woche ist es dann ruhiger und bis dahin habe ich mich hier in der Umgebung auch gut orientiert. Gestern bin ich viel durch die Gegend gelaufen, weil ich ein Western Union finden musste, das genug Pesos hatte, um mir das Geld auszahlen zu können, dass ich mir überwiesen hatte. Normalerweise ist das kein großes Problem, aber am Sonntag hatte Javier Milei seinen Amtsantritt als argentinischer Präsident und Montag und Dienstag waren gewissermaßen virtuelle Feiertage in Bezug auf Geldwechsel. Außerdem haben die Leute gewartet, welche Ankündigungen die neue Regierung machen würde (es wird hart für Argentinien). Deshalb gab es bei Western Union/Pago Fácil wenig Einzahlungen und entsprechend war es mit den Auszahlungen schwierig. Aber letztlich hat es geklappt und ich konnte mein Säckchen Bargeld zu Hause abladen. 




27/11/2023

Fotos Asunción


Eigentlich sollten die Fotos in chronologischer Reihenfolge erscheinen, wie ich sie aufgenommen habe. Aus irgendeinem Grund hat es mir die neueren zuerst und die älteren zuletzt eingefügt. Nun gut, kein Drama. Das da oben ist an der Costanera, der Uferpromenade. 

Diesen Asunción-Schriftzug finde ich nicht wirklich toll. Warum nicht den Stadtnamen komplett ausschreiben? Und ich behaupte mal, dass es nicht allzu viele Leute gibt, die Asunción LIEBEN. Das ist für diese Stadt einfach etwas übertrieben. 

Das Finanzministerium ist wirklich ein hübsches Gebäude. 

Platz der Demokratie und im Hintergrund ein Regierungsgebäude, glaube ich. Zumindest sind Paraguay-Flaggen dran. 

Dieses Haus ist nicht blau angemalt, sondern es wird abends irgendwie beleuchtet. Keine Ahnung, was für ein Gebäude es ist. 

In dem Gebäude ist unten das Juan Valdéz Café. Das ist eine kolumbianische Kette, die haben super Cappuccino. Und das Graffiti ist auch nett. Der Verkehr ist hier übrigens relaxt. Die fahren recht langsam und ständig hält jemand an, um mich über die Straße zu lassen. 

Meine prä-temporäre Aufenthaltserlaubnis. Wenn man die Residencia hier beantragt, bekommt man diesen Zettel, sodass man weitere drei Monate im Land bleiben kann. Bei mir hat sich das nur um ein paar Tage verlängert, weil ich mit deutschem Pass eh 90 Tage bekomme und die Aufenthaltserlaubnis gleich am 4. Tag beantragt habe. Ist eher wichtig, für die Leute, deren Touristenvisa schon fast abgelaufen ist oder die nur 30 Tage bekommen. 

Das war der Raum, in dem sie uns die Fingerabdrücke abgenommen haben.  Das ist hier alles noch ganz traditionell mit viel schwarzer Farbe. Und die Slowakin, mit der ich zusammen dort war, meinte, in Europa oder den USA würde der Polizeibeamte Probleme bekommen, weil er unsere Hände genommen hat, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen :-D. Wokistan lässt grüßen. 

Mein bevorzugtes Frühstück im Café Martinez. Die machen auch guten Kaffee. 

Das ist das Pantheon der Helden. Dort haben etwa ein Dutzend wichtiger Paraguayer ihre letzte Ruhestätte. Begraben kann man ja nicht sagen. 

Anflug auf Asunción über den Paraguay-Fluss. 

Das Mini-Flugzeug von Paranair, wo mein Rucksack oben nicht reinpasste und die nette (und einzige Stewardess) ihn vorn bei sich verstaut hat. 

Dieses Foto war noch auf meinem Handy, daher kommt es jetzt als letztes. Das ist die Excelsior-Mall. Ist nicht groß, aber es gibt oben diverse Futtermöglichkeiten und im Untergeschoss ist ein Supermarkt. Liegt nur fünf Minuten zu Fuß von meinem Airbnb entfernt. 

24/11/2023

Asunción, Paraguay


Lange nichts geschrieben. Zum einen bin ich wirklich beschäftigt, aber zum anderen gibt es nur eine einzige Person, die regelmäßig auf den Blog schaut. Ja, ich mache das in erster Linie zur Erinnerung für mich selbst später, aber zum Teil halt auch für die Leute, die kein Instagram benutzen und weiterhin immer wieder fragen: Hey, wo bist du, wie geht es dir? Schick doch mal Fotos. Äh, es ist wirklich nett, mal mit jemandem zu telefonieren oder auf WhatsApp zu chatten, aber ich habe keine Lust, ständig die gleichen Fotos zu schicken und hundertmal das gleiche zu erzählen. Und zwar genau das, was man hier sehen und nachlesen kann. 

Nun gut, egal. Da es mehr als einen Monat her ist, seit ich den letzten Artikel gepostet habe, ist ein Update fällig. 

Am 4. November bin ich von Santa Cruz nach Asunción geflogen. Mit einem Mini-Flugzeug, nur 15 Reihen und 4 Sitze pro Reihe. Der Flug dauerte anderthalb Stunden. Meinen Gelbfieber-Impfnachweis wollten sie sehen, sowohl in Bolivien als auch in Paraguay. Gut, kein Drama, habe ich ja. Der Flughafen Asunción wirkte genauso leer wie im August und es war kein Problem, mit einem Uber bis zu meinem Airbnb in der Altstadt zu fahren. 

Die Wohnung ist in einem ziemlich alten Haus, komplett anderes Ambiente als in Santa Cruz. Theoretisch gibt es eine Klimaanlage. Praktisch ist die dermaßen laut, dass sie unbenutzbar ist. Ich behelfe mich mit den drei Deckenventilatoren. Wenn die Temperaturen nicht wie letztes Wochenende auf 42°C steigen, ist es erträglich, aber nicht optimal.

Gleich am ersten Mittwoch hatte ich meine Termine wegen dem Wohnsitz. Das ging alles problemlos vonstatten und in spätestens drei Monate sollte ich die paraguayische Cédula haben. 

Zu einem Paraguay-Fan wird mich das wohl nicht machen. Vielleicht liegt es am Stadtteil. Ich weiß ja eigentlich, dass die Stadtzentren lateinamerikanischer Hauptstädte nicht wirklich super sind, aber manchmal kommt immer noch die Europäerin durch, "oh schön, Airbnb im Zentrum". Nein, es ist wesentlich angenehmer, in einem Viertel der gehobenen Mittelschicht zu wohnen. 

Immerhin sind ein Café Martinez und ein Café der Juan Váldez-Kette in der Nähe, wo man Kaffee bekommt, der nicht nach Wasser schmeckt. Und die sind auch vernünftig klimatisiert. 

Als neue Aktivität habe ich mir hier ein Fitness-Studio gesucht, wo ich dreimal in der Woche hingehe. Gleich morgens und danach duschen und den Tag mit einem guten Gefühl starten. An drei weiteren Tagen mache ich Yoga und sonntags ist Ruhetag. Zumindest, was die Fitness betrifft. 

Ich habe zwar arbeitsmäßig reichlich zu tun, muss aber gestehen, dass ich doch ein bisschen die Tage bis zum Flug nach Buenos Aires zähle. Zumal Argentinien nach den Präsidentenwahlen jetzt wirklich interessant wird. Naja, ist ja nicht mehr lange. 

Werde schauen, dass ich noch einen Artikel mit einigen Fotos aus Asunción poste. 

19/10/2023

Arbeit und Hitze in Santa Cruz

 

Das Bild da oben zeigt den Eingangsbereich meines Gebäudes. Nomad Smart Studios heißt es passenderweise. Naja, und ich bin gerade total im Arbeitsmodus, weil ich meine Website neu gelauncht habe. Also, es ist immer noch nicht alles fertig, aber zumindest der erste Teil. Das hat jedenfalls zur Folge, dass ich mit Ausnahme des Ausflugs nach Güembe bis heute nicht aus meinem Stadtteil Equipetrol herausgekommen bin. Gut, ich mag es hier. Es ist modern, relativ ruhig und mit genug netten Cafés in der Nähe. 



Frühstück - Pancakes mit Obst und Honig (+ Kaffee) - 40 Bolivianos = € 5,50

In meinem Lieblingscafé, einmal aus der Haustür und zehn Meter weiter rein in Café. 

Nun, heute habe ich dann endlich mal das Zentrum zu Gesicht bekommen. Ich habe eine Führung mit einem jungen Bolivianer gemacht. Mein erstes Airbnb-Experience. Hat nur US$ 11 gekostet und ich war die einzige Teilnehmerin. Es hat zwei Stunden gedauert, wir waren in diversen kleinen Museen und er hat mir wirklich viel über die Geschichte von Santa Cruz erzählt. Da habe ich ihm zum Schluss noch 50 Bolivianos Trinkgeld gegeben, etwa 6,50 Euro. 

Der Hauptplatz von Santa Cruz ist die Plaza 24 de Septiembre. Sehr hübsch und grün, aber es fehlen nette Cafés mit Blick auf den Platz. Dafür sind sowohl das Goethe-Institut als auch die Alliance Française dort anzutreffen. 

Plaza 24 de Septiembre




Patio der alten Universität (heute ein Museum)


Früher waren mitten in der Stadt Affen und Faultiere zu Hause, aber man hat sie umgesiedelt, weil es vor allem für die Faultiere wegen dem Verkehr zu gefährlich wurde. 

Es ist wirklich heiß hier und die Bolivianer sind keine Fans von Klimaanlagen. Ich auch nicht, aber bei Temperaturen von 38°C habe ich es lieber etwas kühler, wenn ich irgendwo reingehe. Mein Lieblingscafé schaltet die Klimaanlage zum Glück immer ein und mein Airbnb hat auch eine.



Das war eine sehr bekannte bolivianische Sängerin, die 2015 gestorben ist. Habe leider den Namen vergessen. 

Die Kathedrale ist relativ neu, wurde 1915 erbaut. Die Bolivianer gelten als sehr katholisch und tatsächlich waren auch am Mittwochvormittag Leute in der Kirche, die vor irgendwelchen Heiligenstatuen knieten. Nun denn, jedem das Seine. 

Hier ist das Goethe-Institut, deshalb die deutsche Flagge. 

Dieses Haus habe ich auf dem Rückweg gesehen, weil ich gelaufen bin. Aus irgendeinem Grund funktionierte meine Uber-App plötzlich  nicht mehr. Auch GoogleMaps reagierte sehr langsam. Da mein Handy sehr heiß war, vermute ich, dass es daran lag. Nun denn, jedenfalls hatte ich keine Lust, herausfinden, wie ich mit einem Micro zurückkomme und Taxifahrer meide ich bekanntlich wie der Teufel das Weihwasser. Natürlich war es nicht so super intelligent, in der Mittagshitze 3,5 km zu laufen und ich brauchte danach erstmal eine kalte Dusche. 

Gut zwei Wochen bin ich jetzt noch hier, dann geht es weiter nach Asunción, wo meine apostillierte Geburtsurkunde auf mich warten wird. Jutta hat sie gestern abgeschickt und morgen soll sie bei der Anwältin ankommen. Damit ist alles komplett.

Nach Asunción steht noch einmal Buenos Aires auf dem Programm. Und vielleicht hat Argentinien dann mit Javier Milei einen libertären Präsidenten. Jetzt am Sonntag sind Wahlen. Bin echt gespannt auf das Ergebnis.