31/03/2022
Hierve El Agua
23/03/2022
Árbol Gigante / Giant Tree
Mittwoch ist aktuell mein freier Tag, d.h. kein Unterricht und auch sonst keine obligatorischen Aufgaben auf meiner to-do-Liste. Meistens mache ich natürlich trotzdem etwas, zumal wenn der Ausflug so wie heute nur kurz war. Ich bin nach El Tule gefahren. Das liegt etwa 10 km entfernt, eine halbe Stunde Fahrt mit einem regulären Bus. Für ganze 8 Pesos, das sind weniger als 50 Cent.
In El Tule steht der größte Baum der Welt. Nicht der höchste, da habe ich im peruanischen Dschungel schon höhere Bäume gesehen, Aber der Baum in Tule ist 2000 Jahre alt, der Stamm ist riesig und die Baumkrone hat eine Spannweite von 50 Metern. Man muss 20 Pesos Eintritt bezahlen, um in den Park zu gelangen, wo der Baum steht, kann aber auch von außen Fotos machen. Direkt an den Baum darf man nicht, er ist eingezäunt.
In El Tule selbst gibt es einige nette Cafés und recht viele Souvenir- und Mezcal-Geschäfte, aber es war wenig los. Vielleicht gegen Abend oder am Wochenende mehr. Oder wenn gerade ein Tour-Bus ankommt. Ich selber habe nur einen Frappé in einem kleinen Café getrunken und bin dann zurück nach Oaxaca gefahren.
18/03/2022
Monte Albán
14/03/2022
Die ersten Tage in Oaxaca de Juárez
Der Flug von Cancún nach Oaxaca dauerte knapp zwei Stunden und da Oaxaca de Juárez zeitlich eine Stunde hinter Cancún liegt, kam ich vor 10 Uhr morgens dort an. Natürlich viel zu früh für mein Airbnb. Da mir das klar gewesen war, bin ich gleich vom Flughafen aus zum Selina gefahren. Die Selina Hostels sind gerade in Lateinamerika weit verbreitet und haben alle einen Coworking Space. Sie sind total schön, aber Einzelzimmer sind leider extrem teuer, sodass es zumindest momentan keine Option ist, sich dort mal einzumieten. Aber die Coworks kann man auch als Externe nutzen und hier sind die Preise ziemlich günstig. Für einen Tag habe ich ca 7 US-Dollar bezahlt, eine Woche kostet ca 26 USD und beinhaltet auch das Wochenende. Ich hatte befürchtet, dass vielleicht Maskenpflicht bestünde, aber zum Glück war das nicht der Fall und es hat auch niemand eine getragen. Ansonsten rennt hier in der Stadt aber so gut wie jeder mit Maske herum. Genauso schlimm wie in Lima, nur halt keine Doppelmasken. Nun gut, lassen wir das.
Die Stadt ist jedenfalls total schön, sehr mexikanisches Feeling. Völlig anderes Klima als in Yucatán. Tagsüber ziemlich heiß, so um die 30°C, aber eine eher trockene Hitze. Morgens und abends frisch. Nachts gehen die Temperaturen sogar runter bis 6°C. Mein Airbnb ist ein kleines Studio. Ohne wirkliche Kochmöglichkeit, aber man kann sich ein kleines Frühstück machen und es gibt jede Menge Läden, Cafés und kleine Restaurants in der Nähe, in denen man preiswert essen, aber auch angenehm arbeiten kann.
Ab morgen hilft meine virtuelle Assistentin aus Argentinien mir, mein A1-Buch für Deutschlerner für spanische Muttersprachler zu adaptieren, d.h. Grammatikerklärungen auf Spanisch und Vergleiche zu Spanisch anstatt zu Englisch. Wenn es sich gut verkauft und somit lohnt, passe ich vielleicht alles für den spanischsprachigen Markt an.
Auch der kleine Shop auf meiner Website ist gut gestartet und generiert die ersten Einnahmen. Fast die Hälfte meines Einkommens kommt jetzt aus "passiven" Einnahmen, während es im Februar 2021 gerade mal 72 Euro waren. Passiv in Anführungsstrichen, weil natürlich sehr viel Arbeit dahintersteckt. Aber es ist halt kein Tausch Zeit gegen Geld mehr und ich bin viel flexibler mit meiner Zeiteinteilung. Und auch die Abhängigkeit vom Internet ist nicht mehr so stark.
08/03/2022
Eine Woche in Cancún
Die Woche in Cancún war genauso ruhig und ereignislos, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Mein Airbnb lag in einer ruhigen Straße, aber trotzdem sehr zentral. Nach sieben Monaten Lima hat es zugebenermaßen ein paar Tage gedauert, bis ich wieder einen guten Rhythmus hatte. Selbst mit Yoga habe ich erst am vierten Tag nach meiner Ankunft wieder angefangen.
Cancún ist keine schöne Stadt und es gibt im Zentrum auch nichts wirklich Interessantes zu sehen, aber das war mir ja klar gewesen. Ich war nur zwei Blocks entfernt von Mercado 28, wo man jede Menge teilweise wirklich hübsche mexikanische Souvenirs kaufen kann, aber als digitale Nomadin ohne Homebase macht das nun nicht wirklich Sinn. Es gab einige kleine Parks in der Nähe, mit viel Grün und Schatten. Um die Mittagszeit ist es auch jetzt im März schon sehr heiß.
Ansonsten ist es einfach entspannend, in Mexiko zu sein. Ja, viele Mexikaner laufen weiterhin mit Maske auf der Straße herum, obwohl Quintana Roo laut Mexikos Ampelsystem momentan grün ist, d.h. Masken sind nur in öffentlichen Verkehrsmittel obligatorisch. Aber diesen Irrsinn mit Doppelmaske wie in Lima gibt es hier nicht. Und ich muss mich nicht fragen, ob jemand einen Impfnachweis sehen möchte, wenn ich in ein Restaurant oder Geschäft gehe. Nun gut, ich habe Hoffnung, dass diese Impf-Diktatur bald ein Ende hat. Selbst Frankreich setzt es ab Mitte März zumindest aus. Aber ich werde es niemals verzeihen oder vergessen, dass einige Menschen, die ich sehr mag, von irrsinnigen Politikern gegen ihren Willen zu dieser völlig sinnfreien Impfung genötigt wurden.
Aber es ist jetzt Zeit, diesen Corona-Wahnsinn und auch vielen privaten Müll aus Lima hinter mir zu lassen und optimistisch in die Zukunft zu schauen. Morgen geht es weiter nach Oaxaca de Juárez. Dort ist aktuell die kanadische Freundin, die ich vor fast vier Jahren in Mérida kennengelernt hatte und vielleicht sind noch andere Nomaden dort.
01/03/2022
Lima --> Cancún
Letztlich war alles total problemlos. Sobald ich im Flughafengebäude war, hatte sich das mit der Doppelmaske erledigt. Auch beim Boarding hat niemand etwas gesagt. Tatsächlich hatte ich den Eindruck, dass im internationalen Teil des Flughafens von Lima mehr Menschen nur mit einer Maske herumliefen als auf der Straße. Auch der Flug mit SKY war stressfrei - mal davon abgesehen, dass wir mit 45 Minuten Verspätung abgeflogen sind und ich dringend auf die Toilette musste, weil ich am Flughafen einen Cappuccino getrunken hatte. Meine Maske saß maximal unter meiner Nase, meistens jedoch am Kinn oder war ganz ab und niemand hat etwas gesagt. Ich war nicht einmal die einzige, die das so gemacht hat, vermute aber mal, dass die meisten anderen auch Ausländer waren.
Im Flughafen von Cancún konnte man problemlos ohne Maske sein, ebenso im Bus zum Zentrum. Die meisten tragen zwar weiterhin eine Maske, aber solange man mich damit in Ruhe lässt, ist mir das egal. Es ist halt nur netter, wenn nicht JEDER um mich herum die blöde Gesichtswindel trägt.
Vom Busbahnhof bis zum Airbnb war es diesmal nicht weit, sodass ich problemlos laufen konnte. Aber dann war ich drin im Airbnb, habe einmal von innen abgeschlossen - und bekam die Tür nicht mehr auf. Ich habe es eine Viertelstunde versucht und schließlich meiner Gastgeberin eine Nachricht geschickt, dass ich eingesperrt bin. Sie kam eine Stunde später und hat mich befreit, aber diese Tür schließe ich jetzt ganz sicher nicht noch einmal von innen ab.


















