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27/11/2023

Fotos Asunción


Eigentlich sollten die Fotos in chronologischer Reihenfolge erscheinen, wie ich sie aufgenommen habe. Aus irgendeinem Grund hat es mir die neueren zuerst und die älteren zuletzt eingefügt. Nun gut, kein Drama. Das da oben ist an der Costanera, der Uferpromenade. 

Diesen Asunción-Schriftzug finde ich nicht wirklich toll. Warum nicht den Stadtnamen komplett ausschreiben? Und ich behaupte mal, dass es nicht allzu viele Leute gibt, die Asunción LIEBEN. Das ist für diese Stadt einfach etwas übertrieben. 

Das Finanzministerium ist wirklich ein hübsches Gebäude. 

Platz der Demokratie und im Hintergrund ein Regierungsgebäude, glaube ich. Zumindest sind Paraguay-Flaggen dran. 

Dieses Haus ist nicht blau angemalt, sondern es wird abends irgendwie beleuchtet. Keine Ahnung, was für ein Gebäude es ist. 

In dem Gebäude ist unten das Juan Valdéz Café. Das ist eine kolumbianische Kette, die haben super Cappuccino. Und das Graffiti ist auch nett. Der Verkehr ist hier übrigens relaxt. Die fahren recht langsam und ständig hält jemand an, um mich über die Straße zu lassen. 

Meine prä-temporäre Aufenthaltserlaubnis. Wenn man die Residencia hier beantragt, bekommt man diesen Zettel, sodass man weitere drei Monate im Land bleiben kann. Bei mir hat sich das nur um ein paar Tage verlängert, weil ich mit deutschem Pass eh 90 Tage bekomme und die Aufenthaltserlaubnis gleich am 4. Tag beantragt habe. Ist eher wichtig, für die Leute, deren Touristenvisa schon fast abgelaufen ist oder die nur 30 Tage bekommen. 

Das war der Raum, in dem sie uns die Fingerabdrücke abgenommen haben.  Das ist hier alles noch ganz traditionell mit viel schwarzer Farbe. Und die Slowakin, mit der ich zusammen dort war, meinte, in Europa oder den USA würde der Polizeibeamte Probleme bekommen, weil er unsere Hände genommen hat, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen :-D. Wokistan lässt grüßen. 

Mein bevorzugtes Frühstück im Café Martinez. Die machen auch guten Kaffee. 

Das ist das Pantheon der Helden. Dort haben etwa ein Dutzend wichtiger Paraguayer ihre letzte Ruhestätte. Begraben kann man ja nicht sagen. 

Anflug auf Asunción über den Paraguay-Fluss. 

Das Mini-Flugzeug von Paranair, wo mein Rucksack oben nicht reinpasste und die nette (und einzige Stewardess) ihn vorn bei sich verstaut hat. 

Dieses Foto war noch auf meinem Handy, daher kommt es jetzt als letztes. Das ist die Excelsior-Mall. Ist nicht groß, aber es gibt oben diverse Futtermöglichkeiten und im Untergeschoss ist ein Supermarkt. Liegt nur fünf Minuten zu Fuß von meinem Airbnb entfernt. 

24/11/2023

Asunción, Paraguay


Lange nichts geschrieben. Zum einen bin ich wirklich beschäftigt, aber zum anderen gibt es nur eine einzige Person, die regelmäßig auf den Blog schaut. Ja, ich mache das in erster Linie zur Erinnerung für mich selbst später, aber zum Teil halt auch für die Leute, die kein Instagram benutzen und weiterhin immer wieder fragen: Hey, wo bist du, wie geht es dir? Schick doch mal Fotos. Äh, es ist wirklich nett, mal mit jemandem zu telefonieren oder auf WhatsApp zu chatten, aber ich habe keine Lust, ständig die gleichen Fotos zu schicken und hundertmal das gleiche zu erzählen. Und zwar genau das, was man hier sehen und nachlesen kann. 

Nun gut, egal. Da es mehr als einen Monat her ist, seit ich den letzten Artikel gepostet habe, ist ein Update fällig. 

Am 4. November bin ich von Santa Cruz nach Asunción geflogen. Mit einem Mini-Flugzeug, nur 15 Reihen und 4 Sitze pro Reihe. Der Flug dauerte anderthalb Stunden. Meinen Gelbfieber-Impfnachweis wollten sie sehen, sowohl in Bolivien als auch in Paraguay. Gut, kein Drama, habe ich ja. Der Flughafen Asunción wirkte genauso leer wie im August und es war kein Problem, mit einem Uber bis zu meinem Airbnb in der Altstadt zu fahren. 

Die Wohnung ist in einem ziemlich alten Haus, komplett anderes Ambiente als in Santa Cruz. Theoretisch gibt es eine Klimaanlage. Praktisch ist die dermaßen laut, dass sie unbenutzbar ist. Ich behelfe mich mit den drei Deckenventilatoren. Wenn die Temperaturen nicht wie letztes Wochenende auf 42°C steigen, ist es erträglich, aber nicht optimal.

Gleich am ersten Mittwoch hatte ich meine Termine wegen dem Wohnsitz. Das ging alles problemlos vonstatten und in spätestens drei Monate sollte ich die paraguayische Cédula haben. 

Zu einem Paraguay-Fan wird mich das wohl nicht machen. Vielleicht liegt es am Stadtteil. Ich weiß ja eigentlich, dass die Stadtzentren lateinamerikanischer Hauptstädte nicht wirklich super sind, aber manchmal kommt immer noch die Europäerin durch, "oh schön, Airbnb im Zentrum". Nein, es ist wesentlich angenehmer, in einem Viertel der gehobenen Mittelschicht zu wohnen. 

Immerhin sind ein Café Martinez und ein Café der Juan Váldez-Kette in der Nähe, wo man Kaffee bekommt, der nicht nach Wasser schmeckt. Und die sind auch vernünftig klimatisiert. 

Als neue Aktivität habe ich mir hier ein Fitness-Studio gesucht, wo ich dreimal in der Woche hingehe. Gleich morgens und danach duschen und den Tag mit einem guten Gefühl starten. An drei weiteren Tagen mache ich Yoga und sonntags ist Ruhetag. Zumindest, was die Fitness betrifft. 

Ich habe zwar arbeitsmäßig reichlich zu tun, muss aber gestehen, dass ich doch ein bisschen die Tage bis zum Flug nach Buenos Aires zähle. Zumal Argentinien nach den Präsidentenwahlen jetzt wirklich interessant wird. Naja, ist ja nicht mehr lange. 

Werde schauen, dass ich noch einen Artikel mit einigen Fotos aus Asunción poste. 

13/08/2023

Abstecher nach Paraguay

Plaza de Armas, Encarnación

Ein neues Land! Obwohl, ich war vor knapp 25 Jahren ja schon mal ein paar Tage in Paraguay, als ich mich mit den Kindern ohne Erlaubnis ihres Vaters aus Brasilien abgesetzt habe. Das war im Februar und so heiß, dass Jaci unter der Windel einen knallroten Popo bekam und ab dem zweiten Tag ohne Pampers durch die Gegend lief. Daran kann ich mich gut erinnern :-). 

Diesmal war die Einreise weniger dramatisch, einfach eine zehnminütige Fahrt in einem ziemlich vollen Zug über die Brücke von Posadas nach Encarnación. Lustig war, dass wir um 12:45 Uhr abgefahren sind und um 11:55 Uhr ankamen. Argentinien und Paraguay liegen nämlich in verschiedenen Zeitzonen. 

Es dauerte ein Weilchen, bis alle durch Migraciones durch waren und dann stand ich in so einem Einkaufsviertel und musste erstmal etwa ein Dutzend Leute abwehren, die mir etwas verkaufen oder Geld wechseln wollte. Irgendwann konnte ich mir dann an einer ruhigeren Ecke ein Uber rufen, das mich zu meinem wirklich sehr netten Hotel brachte:  

Garten und Swimmingpool im Hotel

Sie haben einen richtigen Strand hier und man kann im Fluss auch schwimmen

Skyline von Posadas im Hintergrund



Man konnte wohl mal mit dem Zug von Buenos Aires nach Asunción fahren

Am Freitag ging es mit dem Bus nach Asunción. Zu meinem großen Erstaunen war der Bus absolut pünktlich, Abfahrt und Ankunft. Entweder war es Zufall oder die Paraguayer sind da besser als die Argentinier. Es war auch nett, dass jeder vor dem Einsteigen eine Flasche Wasser bekam. Das kannte ich bisher nur aus Mexiko. Zweimal stiegen bei kurzen Stopps ambulante Chipa-Verkäufer ein. Sehr praktisch. 

Der Busbahnhof von Asunción machte einen eher chaotischen Eindruck, aber ich konnte ohne Probleme ein Uber rufen, das mich zu meiner Unterkunft in der Nähe des Flughafens brachte. 

Der Wecker klingelte um 3:45 Uhr, was für mich tödlich ist. Der Flughafen von Asunción ist so mini, dass ich innerhalb von 10 Minuten Security Control und Migraciones hinter mich gebracht hatte. Frecherweise haben sie mir meine Nagelschere geklaut. Selbst in Europa war die immer durchgegangen und Paraguay war der letzte Ort, wo ich damit gerechnet hätte, dass sie sie mir abnehmen würden. Natürlich habe ich ordentlich geflucht. Ich hänge an meinen wenigen Besitztümern und mag es gar nicht, wenn man mir sie einfach wegnimmt. 

Der Flug nach Lima war unspektakulär und netterweise kamen wir 20 Minuten früher an als geplant. Die Dame bei Migraciones studierte 10 Minuten die Einträge auf ihrem Bildschirm, fragte aber nur, wie lange ich bleiben würde und war schließlich so gnädig, mich durchzuwinken. Es gibt jetzt keinen Stempel mehr im Pass und die dumme Tussi hat auch nichts gesagt, sodass ich selber nachschauen musste. 60 Tage hat sie mir gegeben. Ich habe nicht vor, so lange in Peru zu bleiben, aber das hängt ja nicht von mir ab, sondern von meinem verflixten Pass, der immer noch nicht angekommen ist. Vielleicht hätte ich das doch lieber in Herford machen sollen. Aber bleiben wir mal optimistisch und hoffen, dass ich ihn noch diesen Monat bekomme.