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11/08/2022

Szeged, Südungarn

Zwischen 2012 und 2015 war ich viel in Ungarn, aber immer in Budapest und von dort einige Ausflüge in die nähere Umgebung. Nun also Szeged, weil hier eine ehemalige Schülerin von mir wohnt. Sie ist so alt wie meine Tochter, aber wir haben uns von Anfang an gut verstanden und ich hatte Lust, sie auch einmal persönlich kennenzulernen. Wir haben uns zweimal getroffen und der Eindruck vom Skypen bestätigte sich. War bisher eigentlich immer so. Wenn ich mich mit jemandem online gut verstanden habe, klappte das auch im wirklichen Leben. Und Szeged war ebenfalls eine gute Wahl. Die Innenstadt ist wirklich wunderschön. Man kann alles Wichtige erlaufen, aber es fahren auch Busse und Straßenbahnen. Acht Tage waren natürlich viel zu kurz. Überhaupt denke ich, dass ich nächstes Jahr noch einmal eine längere Zeit in Ungarn verbringen werde. Auch wegen der Sprache. Ich muss sagen, dass mir Europa auch deswegen gerade richtig Spaß macht. Ich habe wieder verschiedene Sprachen um mich herum. 

Am Freitag nach meiner Ankunft ging es mir übrigens so beschissen, dass ich mir echt überlegt habe, ob ich nun Covid hatte. Mir tat mein ganzer Körper weh, das ist mir noch nie passiert. Am Samstag war allerdings alles wieder gut. Falls es also tatsächlich Covid war, war es ein Witz. Wahrscheinlich werde ich es nie erfahren. 

Hier nun ein fotografischer Spaziergang durch Szeged: 

Hier war ich mit Liza Eis essen. 

Gedenken an die Opfer des 1. Weltkrieges, wenn ich es richtig verstanden habe. 

Universität Szeged

Bei Temperaturen über 35°C ist Eis ein Muss

Rathaus

Synagoge

Fekete Haz - Schwarzes Haus


Kathedrale

Turm neben der Kathedrale

Diese imposanten Häuser findet man in der ganzen Altstadt

Theater

Kaiserin Sissi darf natürlich auch nicht fehlen

Wasserturm

Auch in Szeged hatte ich ein Lieblingscafé für meinen täglichen Cappuccino. 

Morgen geht es zurück nach Belgrad. Nochmal eine Woche in mein Airbnb vom Juli, diesmal allerdings privates Arrangement und somit billiger. 

07/08/2022

Kecskemét und Kunadacs

Bevor ich nach Serbien geflogen war, hatte ich eine Busfahrkarte nach Budapest gekauft, weil Serbien ja nicht in der EU ist und ich mir nicht sicher war, ob vielleicht jemand nach einem Ticket aus dem Land heraus fragen würde. Ist nicht passiert, aber ich hatte nun dieses Busticket und ein Abstecher nach Ungarn ist ja nie falsch. Da die Airbnbs in Budapest aber unglaublich teuer waren und ich in der Vergangenheit ja nun oft genug in der Stadt war, bin ich gleich weiter nach Kecskemét gefahren. Das ist mit etwa 100.000 Einwohnern die achtgrößte Stadt Ungarns und sie liegt etwa 90 km südlich von Budapest. Dort habe ich zwei Nächte in einem Hotel übernachtet und mir die Stadt angeschaut. Und zum ersten Mal nach sechs Jahren wieder ein bisschen Ungarisch gesprochen. Ich lerne es seit einiger Zeit wieder aktiv. Ich mag diese Sprache einfach, auch wenn sie wahnsinnig kompliziert ist. 

Von Kecskemét ging es 35 km weiter nach Westen, nach Kunadacs. Das ist ein Dorf in der ungarischen Puszta. Dort war gerade meine Freundin Bärbel, die ich das letzte Mal vor knapp fünf Jahren in Uruguay gesehen hatte. Sie passte dort auf den Hof und die Tiere eines Schweizer Ehepaars auf, während diese im Urlaub waren. Das war mal ein ganz anderes Erlebnis. Ein Dutzend Katzen und fünf Hunde im Haus und Garten, dazu noch vier Esel, zwei Alpakas, einige Schafe, Wellensittiche, Hühner und ein Truthahn. Und ich habe 24 Stunden meinen Laptop nicht angerührt. 

Am nächsten Tag ging es zurück nach Kecskemét und von dort mit dem Zug nach Szeged, ganz im Süden von Ungarn. Davon berichte ich dann im nächsten Artikel. 


Zur Erinnerung an den Aufstand von 1956

Die ehemalige Synagoge ist heute das Haus für Wissenschaft und Technik




Garten in Kunadacs

Esel, Alpaka, Schaf

Esel bürsten :-)

Puszta