Bevor ich nach Serbien geflogen war, hatte ich eine Busfahrkarte nach Budapest gekauft, weil Serbien ja nicht in der EU ist und ich mir nicht sicher war, ob vielleicht jemand nach einem Ticket aus dem Land heraus fragen würde. Ist nicht passiert, aber ich hatte nun dieses Busticket und ein Abstecher nach Ungarn ist ja nie falsch. Da die Airbnbs in Budapest aber unglaublich teuer waren und ich in der Vergangenheit ja nun oft genug in der Stadt war, bin ich gleich weiter nach Kecskemét gefahren. Das ist mit etwa 100.000 Einwohnern die achtgrößte Stadt Ungarns und sie liegt etwa 90 km südlich von Budapest. Dort habe ich zwei Nächte in einem Hotel übernachtet und mir die Stadt angeschaut. Und zum ersten Mal nach sechs Jahren wieder ein bisschen Ungarisch gesprochen. Ich lerne es seit einiger Zeit wieder aktiv. Ich mag diese Sprache einfach, auch wenn sie wahnsinnig kompliziert ist.
Von Kecskemét ging es 35 km weiter nach Westen, nach Kunadacs. Das ist ein Dorf in der ungarischen Puszta. Dort war gerade meine Freundin Bärbel, die ich das letzte Mal vor knapp fünf Jahren in Uruguay gesehen hatte. Sie passte dort auf den Hof und die Tiere eines Schweizer Ehepaars auf, während diese im Urlaub waren. Das war mal ein ganz anderes Erlebnis. Ein Dutzend Katzen und fünf Hunde im Haus und Garten, dazu noch vier Esel, zwei Alpakas, einige Schafe, Wellensittiche, Hühner und ein Truthahn. Und ich habe 24 Stunden meinen Laptop nicht angerührt.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Kecskemét und von dort mit dem Zug nach Szeged, ganz im Süden von Ungarn. Davon berichte ich dann im nächsten Artikel.










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