06/08/2022

Sommer in Belgrad

Mittlerweile sind die vier Wochen Belgrad schon Vergangenheit, aber in einigen Tagen geht es noch einmal für eine Woche dorthin zurück. Dass ich in Belgrad gelandet bin, war mehr oder weniger Zufall. Ich hatte auch Airbnb-Hosts in Bukarest und Sofia angeschrieben und der Belgrader Host hat als erster geantwortet. Ich war 2015 schon einmal in Serbiens Hauptstadt, aber nur für eine Woche. Es hatte mir aber gut gefallen und dieser Eindruck hat sich jetzt noch einmal bestätigt. 

Mein Airbnb war nicht im Zentrum, sondern im sehr hübschen Stadtteil Zemun, direkt an der Donau und mit Cafés und Geschäften gleich um die Ecke. Da Serbien ziemlich preisgünstig ist, bin ich fast jeden Tag essen gegangen oder habe zumindest irgendwo einen Cappuccino getrunken. Im Nachbar-Airbnb wohnte während der ersten Hälfte meines Aufenthalts ein Amerikaner, der kurz vor Beginn der Pandemie sein Nomadenleben gestartet hatte. Der hat sich tatsächlich erst in Brasilien zweimal impfen lassen und dann in Südafrika noch einen Booster. Das hat mich erstaunt und ihn hat es erstaunt, dass ich nicht geimpft bin. Wir haben uns trotzdem gut verstanden und waren ein paarmal zusammen essen. 

Insgesamt war Belgrad nach dem maskenbesessenen Mexico City einfach nur herrlich. Es macht einen Riesenunterschied, ob um dich herum normale Menschen sind oder die Mehrheit einen Kaffeefilter vor der Nase trägt. 

Natürlich war ich auch ein paarmal im Stadtzentrum, was mit dem Bus ganz unproblematisch und günstig ist. Man kann eine Karte kaufen und sie aufladen. Jede Fahrt kostet 90 Dinar, das sind etwa 80 Cent. Belgrad ist einerseits sehr modern und mit vielen Geschäften, die man auch aus Deutschland kennt (dm, Lidl, deichmann), aber es gibt auch noch Gebäude aus kommunistischen Zeiten, die an Hässlichkeit kaum zu überbieten sind und Leute, die auf der Straßen Waren anbieten, wie ich es aus Lateinamerika kenne. 

Nervig ist die Tatsache, dass sehr viele Leute rauchen und es weiterhin auch drinnen erlaubt ist. Im Sommer ist kein großes Problem, weil ich mich draußen hinsetzen kann, aber so ab Oktober könnte das blöd werden, denn in anderen Balkanländern scheint das genauso zu sein. 

Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, wieder nach Europa zurückzugehen. Macht einfach Spaß. Auch, weil ich hier nicht auf Flüge angewiesen bin, sondern alles auf dem Landweg machen kann. 

Unvergesslich bleiben wird mir auch die Katze Snickers, die mich jeden Tag besuchen kam. 

Stadtzentrum

Blick von der Kalemegdan-Festung

Kalemegdan-Festung

Hochhaus aus kommunistischen Zeiten

Restaurant an der Donau

Snickers

Haus in Zemun

In diesem Haus war mein Airbnb

Blick auf die Donau vom Gardoš-Turm

Gardoš-Turm

Kleine Erfrischung an einem heißen Tag

Belgrad Zentrum

Savas-Dom von innen

Und von außen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen