24/04/2025
Bauernhof-Pleite und die Konsequenzen daraus
21/04/2025
Ostern in Agrigento
19/04/2025
Auf Sizilien waren die Alten Griechen auch
Zu meinem Kurztrip nach Agrigento schreibe ich später noch etwas. Hier kommen einfach ein paar Fotos vom Valle dei Templi, dem Tal der Tempel, wo vor 2500 Jahren ein griechische Stadt stand. Heute ist es UNESCO-Weltkulturerbe und natürlich haben vor allem die Tempel überlebt. Es gibt ziemlich wenig Schatten, d.h. im Hochsommer möchte ich hier nicht herumlaufen. Aber da der Klimawandel offensichtlich gerade Pause macht und die Temperaturen weiterhin so um die 18°C herumdümpeln, war mein Ausflug sehr angenehm. Die Sonne scheint, da kann man nicht meckern. Der Ausblick ist auch wunderschön. Ein Stück weiter oben liegt Agrigento und ein Stück weiter unten das Mittelmeer.
11/04/2025
Auf den Spuren von Oma Alfia und Opa Leonardo
Ich weiß gar nicht mehr, wann die sizilianische Herkunft von Sergios Großeltern das erste Mal richtig Thema war. Und die Möglichkeit, einen italienischen Pass zu bekommen. Vor zwei Jahren hat er erfolglos versucht, in Catania etwas herauszufinden. Das konnte nicht klappen, denn Oma Alfia wurde in Acireale geboren und Opa Leonardo in Giarre, beides Städte nördlich von Catania. Irgendwann habe ich dann beschlossen, dass ich mich um die Sache kümmere und habe über einen Argentinier hier auf Sizilien zunächst einmal die Geburtsurkunde von Leonardo besorgen lassen. Das hat Ewigkeiten gedauert. Bei Oma Alfia gab es das zusätzliche Problem, dass wir nirgendwo das genaue Geburtsdatum finden konnten, irgendwann zwischen März und November 1908. Bin ich also mit meinen rudimentären Italienisch-Kenntnissen zum Rathaus hier in Acireale gestiefelt und habe dem Archivar irgendwie erklären können, was ich möchte. Er war sehr nett, sprach aber nur Italienisch und dazu noch sizilianischen Dialekt, der einfach extrem schwer zu verstehen ist. Aber es hat geklappt, Oma Alfia wurde am 19. Oktober 1908 geboren und der nette Archivar hat mir den Auszug aus dem Geburtsregister innerhalb von einem Tag aus den alten Büchern herausgesucht.
Das Rathaus an sich war schon ein Abenteuer. Ein ganz altes Haus neben einer Kirche, "bewacht" von einem alten Portier, dem man erst erklären musste, was man wollte. Sobald man drinnen war Zeitsprung so ungefähr in die 1950er von den Möbeln und dem ganzen Ambiente her. Aber sie haben Computer, doch, doch. Aber man wartet wie in alten Zeiten vor dem Büro des zuständigen Mitarbeiters. Nichts dämliche Großraumbüros, jeder hat sein Zimmerchen.
Die Stadt Acireale ist sehr nett. Mit 50.000 Einwohner nicht zu klein, aber auch nicht riesig. Im Zentrum überall diese engen Gassen, wo nur ein Auto durchpasst und als Fußgänger muss man sich fast an die Hauswand quetschen, denn Bürgersteige gibt es so gut wie keine. Mein Airbnb ist in einem Minihaus mit einem Zimmer unten und einem Zimmer oben, aber alles frisch renoviert und modern eingerichtet. Ist allerdings kalt hier drin. Erinnert mich an Portugal. Drinnen mit Pullover, draußen in der Sonne ohne. Insgesamt könnten die Temperaturen ruhig schon etwas wärmer sein. 15°C ist noch nicht so das Wahre. Soll sich jetzt aber ändern, was die Sizilianer freuen wird, denn Ostern startet die Touristensaison.
Heute bin ich mit dem Zug ins 15 km entfernte Giarre gefahren. Die Stadt ist etwa halb so groß wie Acireale, ebenfalls mit einer großen Kathedrale in der Mitte. Giarre liegt praktisch zwischen dem Ätna und dem Meer. Leider hatte der Ätna sich heute unter den Wolken versteckt. Er ist momentan auch recht ruhig, kaum große Eruptionen. In Leonardos Kindheit und Jugend gab es einige heftige Ausbrüche des Ätna, habe ich gelesen. Gut, eigentlich spuckt der Ätna regelmäßig. Anders als der Vesuv bei Neapel ist es aber kein explosiver Vulkan, d.h. die Lava kommt nicht mit Schwung aus dem Hauptkrater, sondern aus tiefer gelegenen Nebenkratern.
Acireale:






























































