29/05/2022

Puerto Escondido - Teil II

Also, arbeitstechnisch war es definitiv eine sinnvolle Entscheidung, hier sechs Wochen zu bleiben. Für mein allgemeines Wohlbefinden und meine Nerven war es eher schlecht und ich bin froh, dass ich in drei Tagen hier weg bin. Warum? Nun, zunächst einmal gab es abends häufig Musik, die zum einen zu laut und zum anderen so gar nicht mein Geschmack war. Und zwar stundenlang und teilweise bis weit nach Mitternacht. Als Konsequenz habe ich oft schlecht geschlafen und war nicht sonderlich gut gelaunt. 

Zweitens ist diese Stadt auf Dauer nicht mein Ding. Die Strände sind schön, ganz klar, aber so nach vier Wochen hatte ich dann keine Lust mehr auf Strand und die Stadt ist einfach langweilig. Anders als in Oaxaca de Juárez gibt es keine hübschen Häuser, so dass es nicht wirklich Spaß macht, durch die Straßen zu laufen. Hinzu kommt die Hitze und extrem hohe Luftfeuchtigkeit kurz vor der Regenzeit. Da machen lange Spaziergänge einfach keinen Spaß. 

Dann habe ich überlegt, wohin es nach Mexiko gehen soll. Geplant war Zentralamerika, aber irgendwie stellte ich fest, dass ich keine Lust mehr auf Lateinamerika habe. Nicht einmal mehr auf ständig Spanisch um mich herum. So habe ich dann vor zwei Wochen sehr spontan entschlossen, nach Europa zurückzugehen. Ich fliege also Anfang Juli, besuche kurz die Kinder und schaue mir dann mal die Balkanländer genauer an. Aber vorher bin ich noch vier Wochen in Mexico City. 

Wie gesagt, vom Arbeiten her war es okay hier. Das neue Buch ist auf Amazon und über meine Website erhältlich. Mit dem Launchplan hat es nicht ganz so geklappt, aber die ersten Exemplare sind verkauft. Natürlich merke ich finanziell auch die Folgen der Inflation überall auf der Welt, sowohl bei den Buchverkäufen als auch bei den Buchungen der Deutschstunden. Aber ich bleibe optimistisch und werde mich jetzt erst einmal einige Monate auf mein Marketing konzentrieren, bevor ich mich auf das nächste Buch stürze. Das ist noch sehr sehr viel zu optimieren. 

Seit ein paar Tagen ist hier Regenzeit und für morgen ist ein Hurrikan der Kategorie 2 angekündigt. Das ist nicht so sehr stark, aber möglicherweise fallen Internet und Strom für einige Zeit aus. Schauen wir mal. Ich werde davon und von der Ankunft in Mexico City in einigen Tagen berichten, denke ich. 

Die Hostel-Katze hat mich oft besucht. 

Tasty Frappé











12/05/2022

Puerto Escondido - Teil I

 

Nun ist die Hälfte meiner Zeit hier schon herum und habe immer noch nichts geschrieben. Die Anreise hat diesmal problemlos geklappt. Ebenso alles mit meiner Unterkunft, die ich diesmal über Instagram arrangiert hatte. Ein Privatzimmer in einem Hostel mit Coworking Space. Da mein Zimmer direkt neben dem Coworking liegt und ich entsprechend das schnelle Wifi dort problemlos nutzen kann, arbeite ich jedoch von meinem Zimmer aus. Anders als die Selina Coworks ist der Raum hier nicht besonders hübsch oder komfortabel. Das Hostel ist okay, manchmal etwas laute Musik. Aber es liegt zentral, und bei der Hitze hier ist es sehr angenehm, wenn man nur ein paar Meter bis zum nächsten Laden laufen muss. 

Es ist tatsächlich genauso heiß wie in Yucatán. Hätte ich nicht gedacht, weil es ja die Pazifikseite von Mexiko ist. Ansonsten ist dieser Ort mit seinen vielen wunderschönen Stränden wirklich ein Traum, zumal diese wochentags nicht überfüllt sind. Eine Hotelzone wie in Cancún oder Tulum gibt es hier nicht. Eigentlich wollte ich vier Wochen bleiben, aber ich habe um zwei Wochen verlängert und bin also nun bis zum 1. Juni hier. Das macht auch deshalb Sinn, weil ab 16. Mai eine zweiwöchige Challenge für Deutschlerner stattfindet, die ich vorbereiten und betreuen muss und am 26. Mai ein neues Buch erscheint. Kurz, es wird eine arbeitsreicher Mai und auch dafür ist Puerto Escondido ideal. Keine Touren, einfach eine nette Mischung aus Arbeit und Ausflügen zum Strand. Es ist eh zu heiß für anstrengende Aktivitäten. Morgens gehe ich meist eine Runde schwimmen, bin dann aber meist um 10:00 Uhr schon zurück und mache dann erst nach 19:00 Uhr noch einmal einen längeren Spaziergang.  

Die Entscheidung zu Peru ist mittlerweile klar: Ich gehe nicht zurück. Ich kann und will nicht wieder in ein Land, das seine Bevölkerung weiterhin mit diesen verdammten Impfungen und Covid-Pässen terrorisiert.  Mein Touristenvisum für Mexiko gilt bis Ende August. Im Juni werde ich in Mexico City sein, soweit reicht die Planung immerhin schon. 

Ich werde noch einen zweiten Eintrag zu Puerto Escondido schreiben, mit mehr Fotos.