
Am 31. Januar ging es von Córdoba aus zurück nach Tigre. Mein Airbnb-Host war so nett mich gegen Zahlung von 10.000 Pesos vom Busbahnhof in El Talar abzuholen. Ohne den verdammten Koffer hätte ich einen Bus nehmen können. Nie wieder Koffer. Ich werde so froh sein, wenn ich das Teil in Herford abgeladen habe.
Der Start in Tigre war nicht gut. Erst hatte ich eine Migräne und als die am Montag endlich weg war, war es so heiß, dass ich auf nichts Lust hatte. Am Mittwoch hat es schließlich den ganzen Tag geregnet, aber gestern und heute habe ich dann doch noch erfolgreich mit Sightseeing verbracht. Zwei Tage reicht ja auch, aber normalerweise finde ich zwei Tage Sightseeing hintereinander nicht so super. Aber es hilft, dass Tigre klein ist. Mein Airbnb ist nur 10-15 Minuten zu Fuß von allem Wichtigen entfernt.
Stadt Tigre und Malecón
Das Boot ist eine lancha colectiva, sozusagen ein Bus.
Viele Leute paddeln mit diesen kleinen Booten, man kann sie mieten.
Kunstmuseum in einem ziemlich beeindruckendem Gebäude
Museo de la Reconquista
Irgendwie waren die Argentinier und die Engländer sich nie so wirklich grün. 1806 lagen die Engländer vor Buenos Aires, aber da haben die Argentinier gewonnen. 1833 haben sie dann die von Argentinien beanspruchten Falkland-Inseln dem British Empire einverleibt und der argentinische Versuch, die Inseln 1982 zurückzukommen ist bekanntlich gescheitert. In dem Museum ging es aber auch um das Delta vor Ankunft der Europäer. Da gab es mal Säbelzahntiger. Heute existieren noch einige Jaguare, sie sind geschützt, weil sie vom Aussterben bedroht sind.
Übersetzung:
Die "Propheten des Waldes" nutzen Worte, um den neuen Generationen den Sinn ihrer Kosmogonie zu vermitteln.
Nanderuvuçú, der Schöpfer, und sein Begleiter, Mma'ecuaahá, kamen vom Himmel herab, um die Welt zu erschaffen: Nanderuvuçú gab den Bäumen Leben und bedeckte alles mit einem prächtigen Wald. Er schuf auch Nandesí, die erste Frau, die Urmutter. Beide teilten ihre Liebe und zeugten mit ihr Zwillingsjungen: Tupí und Guaraní. Jedoch verachtete Nandesí sie, und sie verließen sie in dem gerade erschaffenen Wald, um in den Himmel zurückzugehen. Die Frau, schwanger und verloren, wanderte ziellos umher und erreichte das Land der Jaguare. Die Großmutter der Raubkatzen wollte sie in einem Gefäß verstecken, doch die wilden Tiere witterten sie und verschlangen sie. Der Schöpfer und sein Begleiter, die jetzt bereuten, dass sie Nandesí im Wald zurückgelassen hatten, konnten nur ihre Kinder retten, die von der Großmutter aufgezogen wurden.
Als sie heranwuchsen und unfehlbare Jäger wurden, erzählten ihnen einige Vögel die Geschichte ihrer Mutter und sie beschlossen, sich zu rächen.
Sie täuschten die Jaguare, indem sie ihnen erzählten, dass sie sich in die Großen Wasser begeben und dort, wo der Tag beginnt, in ein paradiesisches Land reisen müssten, in dem es kein Übel gibt. Die Raubkatzen, wiegten sich in Sicherheit und stiegen in große Kanus, aber als sie mitten auf dem Wasser waren, entfesselten die Zwillinge, die Elemente beherrschend, einen schrecklichen Sturm. Die Jaguare starben und wurden in allerlei Tiere verwandelt, die die Erde neu bevölkerten. Die Zwillinge stiegen in den Himmel auf und verwandelten sich in die Sonne und den Mond.



Bootsfahrt durch das Delta zusammen mit vier Polen und zwei Brasilianern: