Lange nichts geschrieben. Zum einen bin ich wirklich beschäftigt, aber zum anderen gibt es nur eine einzige Person, die regelmäßig auf den Blog schaut. Ja, ich mache das in erster Linie zur Erinnerung für mich selbst später, aber zum Teil halt auch für die Leute, die kein Instagram benutzen und weiterhin immer wieder fragen: Hey, wo bist du, wie geht es dir? Schick doch mal Fotos. Äh, es ist wirklich nett, mal mit jemandem zu telefonieren oder auf WhatsApp zu chatten, aber ich habe keine Lust, ständig die gleichen Fotos zu schicken und hundertmal das gleiche zu erzählen. Und zwar genau das, was man hier sehen und nachlesen kann.
Nun gut, egal. Da es mehr als einen Monat her ist, seit ich den letzten Artikel gepostet habe, ist ein Update fällig.
Am 4. November bin ich von Santa Cruz nach Asunción geflogen. Mit einem Mini-Flugzeug, nur 15 Reihen und 4 Sitze pro Reihe. Der Flug dauerte anderthalb Stunden. Meinen Gelbfieber-Impfnachweis wollten sie sehen, sowohl in Bolivien als auch in Paraguay. Gut, kein Drama, habe ich ja. Der Flughafen Asunción wirkte genauso leer wie im August und es war kein Problem, mit einem Uber bis zu meinem Airbnb in der Altstadt zu fahren.
Die Wohnung ist in einem ziemlich alten Haus, komplett anderes Ambiente als in Santa Cruz. Theoretisch gibt es eine Klimaanlage. Praktisch ist die dermaßen laut, dass sie unbenutzbar ist. Ich behelfe mich mit den drei Deckenventilatoren. Wenn die Temperaturen nicht wie letztes Wochenende auf 42°C steigen, ist es erträglich, aber nicht optimal.
Gleich am ersten Mittwoch hatte ich meine Termine wegen dem Wohnsitz. Das ging alles problemlos vonstatten und in spätestens drei Monate sollte ich die paraguayische Cédula haben.
Zu einem Paraguay-Fan wird mich das wohl nicht machen. Vielleicht liegt es am Stadtteil. Ich weiß ja eigentlich, dass die Stadtzentren lateinamerikanischer Hauptstädte nicht wirklich super sind, aber manchmal kommt immer noch die Europäerin durch, "oh schön, Airbnb im Zentrum". Nein, es ist wesentlich angenehmer, in einem Viertel der gehobenen Mittelschicht zu wohnen.
Immerhin sind ein Café Martinez und ein Café der Juan Váldez-Kette in der Nähe, wo man Kaffee bekommt, der nicht nach Wasser schmeckt. Und die sind auch vernünftig klimatisiert.
Als neue Aktivität habe ich mir hier ein Fitness-Studio gesucht, wo ich dreimal in der Woche hingehe. Gleich morgens und danach duschen und den Tag mit einem guten Gefühl starten. An drei weiteren Tagen mache ich Yoga und sonntags ist Ruhetag. Zumindest, was die Fitness betrifft.
Ich habe zwar arbeitsmäßig reichlich zu tun, muss aber gestehen, dass ich doch ein bisschen die Tage bis zum Flug nach Buenos Aires zähle. Zumal Argentinien nach den Präsidentenwahlen jetzt wirklich interessant wird. Naja, ist ja nicht mehr lange.
Werde schauen, dass ich noch einen Artikel mit einigen Fotos aus Asunción poste.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen