Die Woche in Cancún war genauso ruhig und ereignislos, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Mein Airbnb lag in einer ruhigen Straße, aber trotzdem sehr zentral. Nach sieben Monaten Lima hat es zugebenermaßen ein paar Tage gedauert, bis ich wieder einen guten Rhythmus hatte. Selbst mit Yoga habe ich erst am vierten Tag nach meiner Ankunft wieder angefangen.
Cancún ist keine schöne Stadt und es gibt im Zentrum auch nichts wirklich Interessantes zu sehen, aber das war mir ja klar gewesen. Ich war nur zwei Blocks entfernt von Mercado 28, wo man jede Menge teilweise wirklich hübsche mexikanische Souvenirs kaufen kann, aber als digitale Nomadin ohne Homebase macht das nun nicht wirklich Sinn. Es gab einige kleine Parks in der Nähe, mit viel Grün und Schatten. Um die Mittagszeit ist es auch jetzt im März schon sehr heiß.
Ansonsten ist es einfach entspannend, in Mexiko zu sein. Ja, viele Mexikaner laufen weiterhin mit Maske auf der Straße herum, obwohl Quintana Roo laut Mexikos Ampelsystem momentan grün ist, d.h. Masken sind nur in öffentlichen Verkehrsmittel obligatorisch. Aber diesen Irrsinn mit Doppelmaske wie in Lima gibt es hier nicht. Und ich muss mich nicht fragen, ob jemand einen Impfnachweis sehen möchte, wenn ich in ein Restaurant oder Geschäft gehe. Nun gut, ich habe Hoffnung, dass diese Impf-Diktatur bald ein Ende hat. Selbst Frankreich setzt es ab Mitte März zumindest aus. Aber ich werde es niemals verzeihen oder vergessen, dass einige Menschen, die ich sehr mag, von irrsinnigen Politikern gegen ihren Willen zu dieser völlig sinnfreien Impfung genötigt wurden.
Aber es ist jetzt Zeit, diesen Corona-Wahnsinn und auch vielen privaten Müll aus Lima hinter mir zu lassen und optimistisch in die Zukunft zu schauen. Morgen geht es weiter nach Oaxaca de Juárez. Dort ist aktuell die kanadische Freundin, die ich vor fast vier Jahren in Mérida kennengelernt hatte und vielleicht sind noch andere Nomaden dort.
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