26/04/2024

Mendoza

 


Tja, es gibt nicht viel zu erzählen aus Mendoza. Die Stadt ist nett, aber es ist nicht Buenos Aires und ich hatte keine Lust auf Aktivitäten. Also bin ich immer noch so im Umkreis von maximal 3 km von meinem Airbnb durch die Straßen gelaufen. Konnte mich auch nicht dazu durchringen, einen Ausflug zu machen. Weintour? Ich trinke ja nun nicht wirklich Wein, sondern tue ab und zu nur so. Tour in die Berge? Meine Turnschuhe sind in Buenos Aires und noch ein Paar brauche ich eigentlich nicht. Musste Klamotten kaufen, weil es für Sommerkleider jetzt doch zu kalt ist. Anfang April ging das doch, aber dann kam eine fiese Kältewelle und jetzt pendeln die Temperaturen tagsüber so um die 20°C. Meistens scheint die Sonne, ich will also nicht meckern. 

Ziemlich nervig sind die Ampeln hier bzw. die fehlenden Ampeln für Fußgänger. Man muss sich an den Ampeln für die Autofahrer orientieren und das ist bei großen Kreuzungen echt gewöhnungsbedürftig. 

Interessant ist: Kaum bin ich in Argentinien, will ich sesshaft werden. Allerdings in Buenos Aires. Und von dort aus kann man dann ja Ausflüge machen. Ich mag dieses Land wirklich. Nur das Essen ist nicht optimal für mich. Viel zu viel süßes Zeug zum Frühstück und ständig Empanadas. Bin mir ziemlich sicher, dass ich einige Kilo zugenommen habe. In Buenos Aires werde ich kochen, habe eine App gefunden, die mir ziemlich gute Rezepte vorschlägt und sogar Einkaufslisten erstellt. Hier in Mendoza ist meine Küche nicht so optimal. 

Ich hatte einen Online-Termin mit einer Immigrationsanwältin, die eine totale Idiotin war. Sie hat mir tatsächlich vorgeschlagen, mich an einer argentinischen Uni einzuschreiben, um eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Nein, danke. Die Unis sind hier ähnlich woke und links wie in Deutschland. Davon abgesehen bin ich aus dem Uni-Alter raus. Die zweite Idee der Anwältin war dann, dass eines meiner Kinder nach Argentinien zieht. Als Brasilianer ist das nämlich unproblematisch und ich bekäme dann eine Aufenthaltserlaubnis als Familienmitglied. Ich war nach diesem Online-Termin so frustriert, dass ich nochmal mit Sergio gesprochen habe und der macht mir jetzt Dokumente fertig, die bestätigen, dass ich Dividenden von einer peruanischen Firma erhalte. Damit sollte ich ein Rentista Visum beantragen können. Sergio ist sich sicher, dass es klappt. Wahrscheinlich tut es das. Jedenfalls muss ich deswegen noch einmal nach Peru. Im Juni, so für zwei Wochen wahrscheinlich. 

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