Ich hatte so meine Zweifel gehabt, ob ich mir Mexico City antun will. Die Stadt ist etwa doppelt so groß wie Lima, mehr als 20 Millionen Menschen in der Metropolregion CDMX. Tatsächlich ist Mexico City aber wesentlich netter als Lima. Sehr grün, sehr viele Bäume, sehr viele Straßencafés. Zumindest in der Gegend meines Airbnbs. Und jede Menge Tacos. An jeder Ecke ein Taco-Stand. Mein Airbnb ist zum ersten Mal seit Medellín 2019 nur ein Zimmer und ich muss Küche und Bad mit anderen teilen. Diese anderen sind alle Männer und auch, wenn sie meistens nicht da sind, nervt es total. Mache ich nie wieder für so einen langen Zeitraum. Dann doch lieber mehr arbeiten und mehr für die Unterkunft bezahlen.
Der zweite Minuspunkt, der mir die Stadt zugegebenermaßen extrem verleidet, ist der Maskenwahnsinn. Genauso schlimm wie in Lima. Vielleicht sollte es mir egal sein, wenn 70% der Leute mit Kaffeefilter im Gesicht auf der Straße herumlaufen, obwohl es nicht obligatorisch ist, aber es macht mich aggressiv. Kann ich leider nicht ändern. Von daher: Eigentlich mag ich die Stadt, aber trotzdem zähle ich die Tage, bis ich in Serbien bin und hoffentlich keine Masken mehr sehen werde. Ich mag dieses Covid-Theater auch nicht mehr mitmachen. Deshalb gehe ich nur spazieren und setze mich in Straßencafés. Zweimal war ich im Zentrum, aber ansonsten habe ich nichts wirklich Touristisches gemacht.
Trotzdem bin ich nicht so unzufrieden, wie ich wahrscheinlich gerade klinge. Wie gesagt, es gibt wirklich viele Straßencafés, d.h. jede Menge Cappuccinos, man kann wunderbar durch die Straßen laufen und der Bosque de Chapultepec ist gleich um die Ecke. Das ist ein riesiger Park mit See, sehr preiswerten Essenständen und auch sehr ruhigen Ecken.
Ansonsten lerne ich Serbisch, Russisch und frische mein Ungarisch auf. Letzteres, weil ich wahrscheinlich nach Belgrad zumindest kurz nach Szeged in Südungarn fahren werde. Dort lebt eine sehr nette Schülerin von mir, die ich gerne persönlich kennenlernen würde. Serbisch macht übrigens wirklich Spaß und ist nicht so schwierig.
Insgesamt war dieser Monat in Mexico City also nicht sehr ereignisreich, aber irgendwie doch ein passender Abschluss für meine mehr als fünf Jahre in Lateinamerika.
So, den nächsten Eintrag gibt es dann wohl aus Belgrad.
Eingang zum Bosque de Chapultepec
Eingang der Kathedrale in Centro
Ángel de la Indepencia






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