Hurrikan Agatha
Nachdem Agatha angekündigt worden war, habe ich natürlich erst einmal eine Menge über Hurrikans gelesen, wie das so meine Art ist. Eigentlich ist es total ungewöhnlich, dass es so früh im Jahr schon einen Hurrikan gibt und tatsächlich war es seit Beginn der Aufzeichnung der bisher stärkste Mai-Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h. Er traf dann an einem unbewohnten Punkt auf Land und verlor sofort an Stärke. Der Regen startete am Sonntagnachmittag. Nicht nur ein bisschen, sondern richtig heftig. Das dauerte etwa 24 Stunden. Am Montag traf Agatha dann gegen 15:30 Uhr etwa 60 km von hier auf Land. Circa zwei Stunden später war dann endlich mal eine Regenpause und ich habe einen kleinen Spaziergang gemacht. Es war noch recht windig und alle Geschäfte geschlossen, aber außer einigen Ästen auf den Straßen war im Zentrum von Puerto Escondido alles normal. Das Internet hatte sich seit Montagnachmittag mehr oder weniger erledigt. Am Dienstag (also nach dem Hurrikan) war es über Stunden ganz weg, sowohl Wifi als auch mobiles Internet. Und ich habe mich zu meiner Entscheidung beglückwünscht, im Juli nach Europa zurückzugehen, denn nach dieser Erfahrung hier, würde ich mal sagen, dass ich in Mittelamerika wohl während der ganzen Regenzeit Internetprobleme gehabt hätte und das muss ja nun wirklich nicht sein.

Nach dem Hurrikan. Es ist noch alles geschlossen.
Ankunft Mexico City
Der Flug war pünktlich und dauerte nur gut eine Stunde. Volaris ist definitiv besser als Viva. Endlich mal wieder eine Stadt mit U-Bahn. Offiziell noch mit Maskenpflicht. Hat aber niemand etwas gesagt, und es gibt immer noch einige andere Rebellen, habe ich festgestellen. Mein Airbnb ist eine Wohngemeinschaft. Hatte leider kein preiswertes Studio gefunden, Mexico City ist relativ teuer und ich wollte nicht so viel ausgeben, weil ich in den nächsten Wochen mein Business von Peru in die USA umziehen und dafür auch Geld auf den Tisch legen muss. Jedenfalls sind meine Mitbewohner alle ruhig und nicht so oft hier, von daher alles okay. Ich mag die Atmosphäre von Mexico City. Obwohl es viel Verkehr gibt, ist es ruhiger als Lima. Die Leute hier hupen nicht so viel, fahren nicht wie die Verrückten und Taxis und Busse sind moderne Fahrzeuge. Mein Stadtteil hat sehr sehr viele Cafés und Restaurants. Die Preise sind relativ hoch, mit US$ 10-15 pro Restaurant muss man rechnen. Aber es gibt auch jede Menge Street Food-Stände, wo man dann nur US$ 2-4 bezahlt. Da das Airbnb eine vernünftige Küche hat, werde ich hier aber nicht so häufig essen gehen wie in Puerto Escondido. Ich denke, die vier Wochen hier werden schnell vorbeigehen. Es gibt soviel zu sehen und arbeiten muss ich ja auch.

Mein Flugzeug von Puerto Escondido nach Mexico City
Anflug auf Mexico City
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