21/03/2023

Äolische Inseln: Lipari


Irgendwie habe ich mit Inseln immer Glück gehabt und Lipari ist keine Ausnahme. Es ist total schön. Ruhig, aber nicht zu ruhig. Das Städtchen Lipari hat etwa 10.000 Einwohner und alles, was man so braucht. 

Um hierhin zu kommen, musste ich von Messina aus zunächst eine Stunde mit dem Bus nach Milazzo fahren und von dort eine weitere Stunde mit einer kleinen Fähre. Die Fähre stoppt zuerst auf der Nachbarinsel Vulcano und dann zehn Minuten später am Hafen von Lipari. Meine Unterkunft liegt etwa 1 km vom Hafen entfernt. Es startete mit einem Problem: Kein Wifi. Kreisch. Aber gleich am nächsten Tag kam ein Techniker und seitdem funktioniert mein Wifi, wenn auch nicht immer sehr schnell und stabil. 

Außer Lipari-Stadt gibt es auf der Insel noch die Dörfer Cannetto, Quattropani und Pianoconte. Dort kann man mit dem Inselbus hinfahren. Es gibt auch eine Strandroute, d.h. der Bus fährt einmal die Küstenstraße entlang und hält an den kleinen Stränden. Um zum Strand zu gelangen, muss man allerdings fast immer noch irgendwo herunterlaufen und teilweise ist es ziemlich steil. 

Eigentlich wollte ich auch die Nachbarinseln Vulcano, Salina und Stromboli besuchen, aber das Wetter und mein Terminkalender haben sich nicht gut miteinander abgestimmt. Ich bin nicht so scharf darauf, tagsüber stundenlang herumzulaufen, wenn ich abends noch drei oder vier Stunden Unterricht machen muss. Damit fallen Montag, Dienstag und Donnerstag flach und das waren jede Woche exakt die Tage mit optimalem Wetter. Kein Regen und nicht zu windig. Wenn es zu windig ist, fahren nämlich die Boote zwischen den Inseln nicht. 

Hafen Milazzo - Meine Fähre

Burg Lipari

Inselromantik

Auch hier gibt es hübsche Gassen

Und viele Kakteen

Und Wanderwege, die manchmal ganz schön steil sind

Links liegt Cannetto

Kirchen dürfen auch nicht fehlen

Auch Katzen sind anzutreffen

Blick auf Rathaus und Kirche durch ein Burgfenster

Ganz ruhige Straße - in der Hauptstraße ist mehr los

Blick auf die Nachbarinsel Vulcano

Im Hintergrund eine der anderen äolischen Inseln

Rathaus und Kirche

Hier geht es runter zu einem der Strände

Strand ist ganz unten in der Bucht.

Mein bevorzugter Ort, um eine Runde zu lesen (es gibt Bänke)

Blick aus der Haustür

Oben auf der Burg

Ein kleines Amphitheater gab es da auch mal

Blick von der Burg

01/03/2023

Lipari: Ausflug nach Quattropani


Quattropani liegt im Norden von Lipari und ist eine mehr oder weniger verstreute Ansammlung von Häusern. Weniger als 1000 Menschen wohnen dort. Von Lipari-Stadt kommt man mit dem Bus dorthin. Das dauert nur etwa 20 Minuten und es geht einmal durch die Berge. Von der Bushaltestelle aus kann man eine wunderschöne einstündige Wanderung machen, immer mit Blick aufs Meer und die Nachbarinsel Salina. Da heute ein Tag mit Sonnenschein war (morgen soll es wieder regnen), habe ich die Gelegenheit genutzt und es nicht bereut. Total genial. 

Links die Inseln Alicudi und Filicudi. 

Erst geht es ein Stück die Straße entlang

Dann beginnt der Wanderweg

Es ist alles sehr grün

Und viele Kakteen

Die Bäume fangen an zu blühen

Das Dorf Quattropani

Irgendwas Katholisches

19/02/2023

Zwischenstopp in Messina

 


Die Zugfahrt von Salerno nach Messina war nicht so wirklich optimal. Bei Fernzügen bekommt man von Tren Italia automatisch einen Sitzplatz zugewiesen. Anders als in Deutschland muss man also nicht bezahlen, hat aber auch keine Möglichkeit, sich seinen Platz auszusuchen. Natürlich hatte ich wieder einen Gangplatz und zudem während der ganzen Fahrt einen Typen neben mir, der ständig seine Ellbogen oder seine Beine ausgefahren hat und in meinem Bereich eingedrungen ist. Ich hasse das, wenn mir jemand zu nahe kommt, den ich nicht kenne. Das war das einzig Nette an der verdammten Plandemie, die Leute sind mir nicht ständig auf die Pelle gerückt. 

Ich hatte diesen Zug gewählt, weil ich nicht umsteigen musste und dachte, es wäre vielleicht ganz interessant zu erleben, wie man mit einer Zugfähre die Straße von Messina überquert. Tatsächlich war es langwierig und langweilig. Die gesamte Prozedur (Zug auf die Fähre - Überfahrt - Zug runter von der Fähre) hat fast anderthalb Stunden gedauert. 

Nun gut, auf jeden Fall bin ich jetzt auf Sizilien. Die Stadt Messina ist okay, aber nicht überwältigend. Viele Kirchen und ein netter Blick aufs Meer. Mein Winter ist definitiv vorbei, würde ich mal sagen. Selbst ohne Sonne fühlen sich die 15°C nicht wirklich kalt an und mit Sonne (heute) war es richtig warm. Ich bin in einem hübschen kleinen Hotel mit Frühstücksbuffet und schnellem Internet. Das Badezimmer hat keine Tür, was nicht tragisch ist, weil ich alleine bin, aber eigentlich ist das hier ein Doppelzimmer und ich zumindest habe auf dem Klo gerne ein bisschen Privatsphäre :-D. 

Hier sind ein paar Eindrücke von Messina. Erst einmal vom Samstag (bewölkt): 








Am Sonntag schien die Sonne und natürlich sehen die Bilder dann gleich hübscher aus: 










Morgen geht es für einen Monat auf die Insel Lipari. Dort wohnen nur etwa 13.000 Menschen und ich denke mal, im Februar/März wird es sehr ruhig sein. Bin gespannt. 

15/02/2023

Salerno, Region Campania

 


Von Neapel nach Salerno dauert es mit dem Regionalzug etwa 40 Minuten. Und der einzige Maskenfanatiker des Abteils setzte sich ausgerechnet neben mich. Junger Kerl mit FFP2. Was denken diese Menschen sich? Denken sie überhaupt oder sind sie komplett brainwashed? Sollte mal etwas wirklich Schlimmes passieren, fallen diese Typen vor lauter Schreck sofort tot um, das ist schon mal ganz klar. 

Egal, ich bin angekommen. Diesmal habe ich nur ein Zimmer gemietet, aber es hat ein eigenes Badezimmer, einen Balkon mit Blick aufs Meer sowie Kühlschrank, Mikrowelle, Wasserkocher. Genug Privatsphäre also. Ähnlich wie nach Ostuni hat es mich nach Salerno auch eher zufällig verschlagen, aber die Stadt ist wirklich nett. Größer als Ostuni, aber wesentlich kleiner als Neapel, auch mit vielen engen Gassen und einer schönen Promenade am Meer. 

Mein Balkon

Oben auf dem Berg liegt die Burg Arechi. Und nein, ich hatte keine Lust, mich da hoch zu quälen. Ich war nie so der Berg-Fan. Es ist anstrengend, wahrscheinlich kälter und windiger als hier unten und so sehr lockt mich die wahrscheinlich nette Aussicht nicht. 

Strandpromenade von Salerno

Chiesa della Santissima Anunziata



Kathedrale

Park zum Relaxen, nur 5 Minuten vom Airbnb

In den zwei Wochen Salerno habe ich trotz nicht immer optimalen Wetters auch die zwei Ausflüge geschafft, die auf dem Programm standen. Es spielt bei mir immer eine große Rolle, ob das Hinkommen einfach ist und dank super Zugverbindungen war das das Fall. Ich bin also nach Paestum gefahren und habe mir die dort noch stehenden uralten griechischen Tempel angeschaut und natürlich nach Pompeji. Es hätte noch weitere Ausflugsmöglichkeiten gegeben, aber in der ersten Woche war es halt arschkalt und ich muss ja auch arbeiten. Das ist aber okay. Ich war nie der Typ, der durch die Gegend hetzt und unbedingt ALLES sehen will. 

Ein nettes Café zum morgendlichen Arbeiten gab es ebenfalls wieder und in der zweiten Woche war es sogar möglich, dort auf der Terrasse zu sitzen. 

Ich liebe zwar meinen Cappuccino, aber ich hätte gerne mal wieder ein mexikanisches Frühstück :-)

Übermorgen geht es weiter nach Süden. Zunächst einmal stehen drei Tage Messina auf dem Programm. Das ist schon Sizilien. Dann geht es nach Lipari, eine der Äolischen Inseln. 

Gestern habe ich noch diesen lustigen Lieferwagen von DHL gesehen. Eine Art Tuc-Tuc, angepasst an die schmalen Gassen.