04/10/2022
Katzenstadt Ohrid
01/10/2022
Noch einmal Niš
Gestern mittag haben die Australier mich zum Busbahnhof in Pirot gebracht und ich bin nach Niš gefahren. Es ging nochmal durch die Berge mit spektakulären Aussichten und vielen Tunneln. Und wieder brauchte der Bus für die etwa 70 km fast zwei Stunden. Hat Ähnlichkeiten mit den Anden.
Ich hatte mir eine Unterkunft zwischen Busbahnhof und Fußgängerzone gesucht. Zwar über booking, aber ein Studio. Dem Besitzer hatte ich Donnerstag Bescheid gegeben, dass ich gegen 14 Uhr ankommen würde. Ich sollte anrufen, wenn ich da wäre. Was passiert? Ich stehe um 14:20 Uhr vor der Tür, rufe an und der sagt mir, die Putzfrau wäre in zehn Minuten da, würde saubermachen und dann könnte ich rein. Toilettenpapier musste ich auch selber kaufen. Na gut, hätte schlimmer sein können. Das Internet ist schnell und es gibt einen Wasserkocher und einen Minikühlschrank.
Gestern war das Wetter mit 27°C total warm und sonnig, heute hingegen viel Regen, aber trotzdem 23°C. Der Regen war kein großes Problem und hat mich nicht davon abgehalten, die 4 km zum Ćele Kula zu laufen. 1809 gab es hier einen Aufstand gegen die Türken, bei dem die serbischen Rebellen getötet wurden. 952 Schädel von Getöteten verbauten die Türken in einem Turm, als Warnung an die serbische Bevölkerung. Heute stecken noch 58 Schädel in diesem Turm. Die anderen wurden gestohlen oder beerdigt. Seit 1892 stehen die Reste des Turms in einer Kapelle.
Abschied aus Pirot
10/09/2022
Ruhige Septembertage
26/08/2022
Dorfleben
Am Montag sind die Australier nach Belgrad zum Flughafen gefahren und natürlich mittlerweile gut in Australien angekommen. Am Sonntag haben sie mich noch ein bisschen durch die Gegend gefahren. Es gibt einige Klöster in der Nähe, aber sie sind nur in der Nähe, wenn man ein Auto hat. Bestimmt haben Mönche heutzutage auch ein Auto. Macht aber nichts, das Haus ist wirklich schön, die Aussicht genial und es ist nett, die Hunde als Gesellschaft zu haben. Im Dorf gibt es eine Bäckerei, zwei kleine Geschäfte, in denen ein liebeswertes Chaos herrscht, so dass man fragen muss, wenn man etwas Bestimmtes sucht. Bis in die Stadtmitte von Pirot laufe ich doch gut 30 Minuten, aber zurück kann ich für 300 Dinar mit dem Taxi fahren. Das sind etwa € 2,50 und macht Sinn, wenn ich im Supermarkt einen größeren Einkauf tätige. Es ist herrlich ruhig hier und ich bin sehr motiviert, an meinem Business zu arbeiten und Sprachen zu lernen. In Pirot gibt es durchaus auch einiges zu schauen. Das werde ich noch machen und fotografieren und dann noch mal etwas schreiben. Bin ja noch eine ganze Weile hier.
20/08/2022
Ein Nachmittag in Niš / Ankunft in Pirot
Die Busfahrt von Belgrad nach Niš (Serbiens drittgrößte Stadt) dauerte knapp vier Stunden und war semi-angenehm, denn während der ersten zwei Stunden saß eine ziemlich dicke Frau neben mir, deren Hinterteil sich zum einen ständig zur Hälfte auf meinem Sitzplatz befand und die zum anderen fast die ganze Zeit am Telefonieren war. Sowas stresst mich und als Folge habe ich mir dann erst einmal eine Migräne-Tablette eingeworfen. Anders als in Ungarn gibt es die Tabletten in Serbien zum Glück frei verkäuflich in der Apotheke und sie sind wesentlich billiger als in Deutschland oder Peru. Trotzdem habe ich keine Lust auf Migräne. Da es mit 40°C sehr heiß war, habe ich mir für die 2km bis zum Hotel ein Taxi gegönnt. Der Taxifahrer hat mich allerdings eine Runde abgezockt, wie ich am nächsten Morgen merkte. Busbahnhof - Hotel = 800 Dinar, Hotel - Busbahnhof = 230 Dinar. Minimaler Unterschied. Taxifahrer sind einfach weltweit zu 90% Arschlöcher. Klar, 800 Dinar sind nur knapp 7 Euro, aber es geht ums Prinzip und meine Erfahrung ist, dass Taxifahrer Touristen abzocken, wo sie nur können.
Nun denn, trotz der Hitze habe ich dann am späten Nachmittag noch einen Spaziergang durch Niš gemacht, aber im Vergleich zu Belgrad oder Novi Sad ist die Stadt ziemlich langweilig. Es gibt eine Festung, aber davon stehen nur noch Reste. Die Fußgängerzone ist nett, aber nicht überwältigend.
Heute morgen bin ich dann nach Pirot gefahren, wo mich das australische Ehepaar abgeholt hat. Wir haben mich bei der Polizei als Besuch angemeldet (ist in Serbien für Touristen Pflicht, hat aber mein Airbnb-Host in Belgrad nicht gemacht). Nun sitze ich in einem sehr hübschen Haus mit toller Aussicht und zwei netten Hunden etwas außerhalb der Stadt, aber trotzdem nur 20 Minuten zu Fuß bis ins Zentrum. Die Australier werden sich am Montag verabschieden und dann bin ich hier bis Ende September alleine.
19/08/2022
Noch eine Woche in Belgrad
Von Szeged aus bin ich mit einem serbischen Van-Service zurück nach Belgrad gefahren. Die haben mich in Szeged am Busbahnhof einsortiert und in Belgrad an meinem Airbnb abgesetzt. Das einzige Problemchen war die Überquerung der Grenze. Das hat auf der ungarischen Seite fast eine Stunde gedauert, obwohl die Schlange vor uns wirklich nicht lang war. Keine Ahnung, was die Ungarn da alles gemacht und geprüft haben. Normalerweise dauert es nicht so lange, ein Land zu verlassen. Auf der serbischen Seite ging es alles superschnell. Kurz Pässe vorzeigen, bei mir Stempel rein und fertig.
Die Woche in Belgrad verlief dann relativ ereignislos. Einmal war ich mit meinem Airbnb-Host essen, der in Sachen Corona genauso denkt wie ich und letztes Jahr einen gut bezahlten Job in Abu Dhabi aufgegeben hat, weil er sich nicht impfen lassen wollte. Novak Djoković scheint nicht der einzige Serbe mit Prinzipien zu sein :-).
Auch meinen Juli-Nachbarn vom anderen Airbnb habe ich noch einmal getroffen. Das war ein Amerikaner, der praktisch nur die Hauptstädte besucht und dort in zwei oder drei verschiedenen Stadtteilen wohnt, jeweils für einen Monat. Drei Monate wäre mir zu lange für eine Stadt, aber jeder ist anders.
Snickers, die Airbnb-Katze, war an den ersten zwei Tagen nach meiner Rückkehr erst etwas zurückhaltend und kam nur, um sich Futter abzuholen. Danach hat sie mir aber doch noch mal ihr Vertrauen geschenkt und kam auch wieder zum Schlafen und Kuscheln. Ich bin heute morgen weg und heute Abend tritt Snickers ihre Reise nach Schweden zu ihrer neuen Familie an. Und für mich beginnt mein Housesitting nahe der bulgarischen Grenze. Dort werde ich bis Ende September sein.


















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