20/08/2022

Ein Nachmittag in Niš / Ankunft in Pirot

Die Busfahrt von Belgrad nach Niš (Serbiens drittgrößte Stadt) dauerte knapp vier Stunden und war semi-angenehm, denn während der ersten zwei Stunden saß eine ziemlich dicke Frau neben mir, deren Hinterteil sich zum einen ständig zur Hälfte auf meinem Sitzplatz befand und die zum anderen fast die ganze Zeit am Telefonieren war. Sowas stresst mich und als Folge habe ich mir dann erst einmal eine Migräne-Tablette eingeworfen. Anders als in Ungarn gibt es die Tabletten in Serbien zum Glück frei verkäuflich in der Apotheke und sie sind wesentlich billiger als in Deutschland oder Peru. Trotzdem habe ich keine Lust auf Migräne. Da es mit 40°C sehr heiß war, habe ich mir für die 2km bis zum Hotel ein Taxi gegönnt. Der Taxifahrer hat mich allerdings eine Runde abgezockt, wie ich am nächsten Morgen merkte. Busbahnhof - Hotel = 800 Dinar, Hotel - Busbahnhof = 230 Dinar. Minimaler Unterschied. Taxifahrer sind einfach weltweit zu 90% Arschlöcher. Klar, 800 Dinar sind nur knapp 7 Euro, aber es geht ums Prinzip und meine Erfahrung ist, dass Taxifahrer Touristen abzocken, wo sie nur können. 

Nun denn, trotz der Hitze habe ich dann am späten Nachmittag noch einen Spaziergang durch Niš gemacht, aber im Vergleich zu Belgrad oder Novi Sad ist die Stadt ziemlich langweilig. Es gibt eine Festung, aber davon stehen nur noch Reste. Die Fußgängerzone ist nett, aber nicht überwältigend. 

Heute morgen bin ich dann nach Pirot gefahren, wo mich das australische Ehepaar abgeholt hat. Wir haben mich bei der Polizei als Besuch angemeldet (ist in Serbien für Touristen Pflicht, hat aber mein Airbnb-Host in Belgrad nicht gemacht). Nun sitze ich in einem sehr hübschen Haus mit toller Aussicht und zwei netten Hunden etwas außerhalb der Stadt, aber trotzdem nur 20 Minuten zu Fuß bis ins Zentrum. Die Australier werden sich am Montag verabschieden und dann bin ich hier bis Ende September alleine. 

Stadtzentrum Niš

Der Fluss heißt Nišava

Ein VW Käfer in der Festung :-)

Das war eine Moschee, denn Südserbien gehörte mal zum Osmanischen Reich

Ein Lese- und Schreibpavillon mitten im Stadtgarten. Sehr nett. 

Weg zum Stadtgarten

Teil der Festungsanlage

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