Von Szeged aus bin ich mit einem serbischen Van-Service zurück nach Belgrad gefahren. Die haben mich in Szeged am Busbahnhof einsortiert und in Belgrad an meinem Airbnb abgesetzt. Das einzige Problemchen war die Überquerung der Grenze. Das hat auf der ungarischen Seite fast eine Stunde gedauert, obwohl die Schlange vor uns wirklich nicht lang war. Keine Ahnung, was die Ungarn da alles gemacht und geprüft haben. Normalerweise dauert es nicht so lange, ein Land zu verlassen. Auf der serbischen Seite ging es alles superschnell. Kurz Pässe vorzeigen, bei mir Stempel rein und fertig.
Die Woche in Belgrad verlief dann relativ ereignislos. Einmal war ich mit meinem Airbnb-Host essen, der in Sachen Corona genauso denkt wie ich und letztes Jahr einen gut bezahlten Job in Abu Dhabi aufgegeben hat, weil er sich nicht impfen lassen wollte. Novak Djoković scheint nicht der einzige Serbe mit Prinzipien zu sein :-).
Auch meinen Juli-Nachbarn vom anderen Airbnb habe ich noch einmal getroffen. Das war ein Amerikaner, der praktisch nur die Hauptstädte besucht und dort in zwei oder drei verschiedenen Stadtteilen wohnt, jeweils für einen Monat. Drei Monate wäre mir zu lange für eine Stadt, aber jeder ist anders.
Snickers, die Airbnb-Katze, war an den ersten zwei Tagen nach meiner Rückkehr erst etwas zurückhaltend und kam nur, um sich Futter abzuholen. Danach hat sie mir aber doch noch mal ihr Vertrauen geschenkt und kam auch wieder zum Schlafen und Kuscheln. Ich bin heute morgen weg und heute Abend tritt Snickers ihre Reise nach Schweden zu ihrer neuen Familie an. Und für mich beginnt mein Housesitting nahe der bulgarischen Grenze. Dort werde ich bis Ende September sein.


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