Ich solle doch wieder den Blog schreiben, hat die liebe Jutta mir gesagt. Na, dann mache ich das doch. In Manaus habe ich sehr deutlich gemerkt, dass ich auf das alles keine Lust mehr habe und vor allem das Jahr 2025 viel zu stressig war. Es war mir ja vorher schon klar gewesen, deshalb hatte ich schließlich 2024 in Argentinien bleiben wollen. Aber in Brasilien war dann endgültig die Luft raus. Ich habe geschaut, ob ich früher nach Lima zurückkehren konnte, aber der Dezember ist zum einen nicht gerade der beste Monat für günstige Flüge und außerdem ist man von Manaus bis Lima fast genauso lange unterwegs wie bis nach Europa und zudem noch nachts. Der Flug von Recife nach Manaus war schon nervig mit Ankunftszeit um 2:30 Uhr nachts. Somit bin ich wie geplant knapp vier Wochen in Manaus geblieben.
Mein erstes Airbnb war wirklich schön, aber es gab nichts Interessantes in der Nähe und zudem war es eh viel zu heiß, um lange herumzulaufen. Über Weihnachten war ich dann noch 8 Tage im Zentrum. Da hatte ich zwar jede Menge Geschäfte um mich herum und den Amazonas praktisch vor der Nase, aber es war unglaublich laut und Amazonas in der Nähe hieß in dem Fall, dass der Hafen von Manaus nur fünf Minuten zu Fuß entfernt war. Da kann man nicht nett am Fluss spazieren gehen. Und auf Aktivitäten hatte ich halt keine Lust.
Über Weihnachten war ich dann zu allem Überfluss auch noch erkältet. Ich hatte in einem Café mit einer Monster-Klimaanlage gesessen, die auf 18°C eingestellt war. Die spinnen doch. Zum Glück habe ich mich schnell wieder erholt und am 29. Dezember ging es dann mit einem Mini-Flugzeug nach Tabatinga, die brasilianische Stadt im Dreiländereck Brasilien, Peru, Kolumbien.
Vom Flughafen ging es direkt nach Leticia, Kolumbien rüber, mit Zwischenstopp bei der Policia Federal, um einen Ausreisestempel zu holen. Für den kolumbianischen Einreisestempel musste ich am nächsten Tag extra zum Flughafen gurken, weil Migraciones in der Stadt Urlaub machte. Ansonsten war Leticia netter, als ich gedacht hatte. Über Silvester war ich in einem kleinen Hotel im Dschungel 10 km von Leticia entfernt. Das war total hübsch und ruhig und sie hatten Starlink-Internet, das meistens funktioniert hat.
Am 4. Januar bin ich abends von Leticia nach Bogotá geflogen, habe dort eine Nacht geschlafen und dann weiter nach Cartagena. Ja, Cartagena ist hübsch und ich habe das Zentrum angeschaut. Nur zum Fotografieren hatte ich keine Lust. Stattdessen habe ich ein hübsches Notizbuch gekauft, das ich jetzt als Tagebuch nutze und einen Katzenroman.
Und am 8. Januar ging es dann endlich zurück nach Lima. Das war ein Donnerstag und Elvis' Geburtstag. 91 Jahre alt wäre er geworden, wenn er noch leben würde.
Ich verspreche, dass der nächste Eintrag nicht nur Gemecker besteht. Tatsächlich bin ich nämlich jetzt gar nicht mehr genervt. Es war halt in den Monaten vor meiner Ankunft alles zu viel und das ist auch der Grund, warum ich beschlossen habe, mich 2026 nicht aus Lima wegzubewegen.














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