Beim dritten Anlauf hat es endlich geklappt mit dem Japanischen Garten. Beim ersten Mal im Juni 2023 war mir die Schlange zu lang. Im Dezember war dann geschlossen. Heute war offen und die Schlange nicht zu lang. Trotzdem gab es am Freitagvormittag um 11 Uhr eine kleine Schlange und fast alle um mich herum haben Spanisch gesprochen. Auch die Cafés und Restaurants in der Nähe total voll. Und gleichzeitig heißt es heute in der Zeitung, dass mehr als die Hälfte der Argentinier in Armut lebt. Irgendwie definieren die Armut auf ziemlich hohem Niveau, ist so mein Eindruck. Oder sie versteckt sich. Mal abgesehen von den Obdachlosen sehe ich keine Armut. Wenn ich da an São Paulo denke oder auch an die Bettler in Santa Cruz de la Sierra. Nun denn.
Ansonsten macht Western Union Deutschland jetzt auch Probleme mit Kartenzahlung. Das gleiche Spielchen wie bei Western Union USA. Ein paarmal funktioniert es problemlos und dann behaupten sie, es geht mit der Karte nicht mehr. KLARNA hat auch nicht geklappt, sodass ich eine Überweisung machen musste und jetzt auf die Bestätigung warte, dass das Geld verbucht wurde und ich es abholen kann. Argentinien und Geld macht einfach keinen Spaß. Was das betrifft, freue ich mich auch auf Europa.
Meiner Vermieterin habe ich gesagt, dass ich den Vertrag nicht noch einmal verlängern werde. Er endet am 4. Januar. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass ich im November eine Nachricht von Migraciones bekomme, dass ich verschwinden soll, aber ganz ausschließen kann ich es natürlich auch nicht und deshalb dachte ich, es ist besser, flexibel zu bleiben. Es gibt genug Airbnbs zu vernünftigen Preisen in Buenos Aires. Das wird kein Problem sein, im November oder Dezember etwas zu suchen und nochmal ein Stadtteilwechsel ist ja auch nett.













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