Ich kapituliere vor der argentinischen Bürokratie und gehe nächstes Jahr zurück nach Europa. Sechs Wochen bin ich von Pontius nach Pilatus gelaufen. Habe es sogar geschafft, ein Bankkonto zu eröffnen - nur um mir dann sagen lassen zu müssen, dass ich mir kein Geld aus dem Ausland überweisen kann, weil ich kein Ausweisdokument habe. Denn ein Pass ist nur zum Reisen da. Ein Ausweisdokument ist das nicht. Der Tussi, die mir das gesagt hat, hätte ich am liebsten rechts und links eine gescheuert, aber an dem Tag hatte ich letztlich schon die Entscheidung getroffen, dass ich mir dieses Theater nicht länger antue.
Die Reaktionen aus Europa waren positiv und ich selber bin endlich wieder entspannt und habe wieder Lust, etwas zu machen. Hängt sicherlich auch damit zusammen, dass der Winter vorbei ist. Keine dicke Jacke mehr und die Bäume werden so langsam alle wieder grün.
Dies war ein Ausflug zum Friedhof Chacarita. Der liegt ja gleich um die Ecke.
Wenn Lionel Messi in Argentinien ist, sieht er überall Fotos von sich. Das stelle ich mir ziemlich irritierend vor:
Ich habe das Immigrations-Museum besucht, aber die Ausstellung selbst war nicht so extrem interessant. Allerdings haben sie eine Datenbank und konnten mir sagen, wann genau und mit welchem Schiff Sergios Großvater angekommen ist. Haben mir sogar ein Zertifikat der Ankunft ausgedruckt. Das Museum ist im ehemaligen Hotel de los Inmigrantes. Dort sind viele der Einwanderer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zuerst untergekommen.
Heute bin ich zu einem Markt im Parque Centenario gegangen. Einen Stadtteil weiter, dort, wo ich im Februar gewohnt hatte und das Problem mit den Stromausfällen hatte. Nicht weit von hier, drei Stationen mit der U-Bahn.














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