18/07/2023

Rosario - Geburtsstadt von Lionel Messi


Bei strömenden Regen ging es von Buenos Aires nach Rosario. Am Busbahnhof Retiro war es nervig, dass erst wenige Minuten vor Abfahrt angezeigt und durchgesagt wurde, von welchem Busbahnsteig der Bus nun genau abfährt. Immerhin hatte meine Fahrkarte die Info "plataforma 37-55", sodass ich mich strategisch in die Mitte platziert habe und als dann endlich die Ansage kam, das mein Bus von 41 abfährt, war es nicht weit. 

Die vierstündige Fahrt war unspektakulär, die ganze Zeit Autobahn. In Rosario hat dann erst einmal ein Taxifahrer versucht, mich abzuzocken. Der hatte zwar ein Taximeter, aber das stand schon bei Abfahrt auf knapp 4000 Pesos (ca € 8). Ich habe ihn freundlich darauf aufmerksam gemacht und er meinte, das wäre richtig so. Daraufhin habe ich ihn gebeten, mich auszusteigen zu lassen. Er wurde erst unfreundlich und wollte Geld für die zwei Minuten Fahrtzeit, hat mich dann aber gehen lassen. Es war trotzdem kein gutes Gefühl. Zum Glück konnte ich dann schnell ein Uber rufen und die Fahrt kostete 2600 Pesos. Ich hasse Taxifahrer. Egal welches Land, unter Taxifahrern ist der Anteil an Arschlöchern überprozentual hoch. Und dann beschweren sie sich, wenn die Leute lieber Apps nutzen. 

Nun gut, mein Airbnb-Host kam pünktlich, um mich reinzulassen und das Studio ist sehr nett. Kleiner als in Buenos Aires, aber gutes Internet und mit Balkon - was mir allerdings gerade nichts nutzt, weil es zu kalt ist, um draußen zu sitzen. Letzte Woche stürzten die Temperaturen auf 9°C. Gar nicht witzig. Jetzt ist es mit 13-14°C wieder etwas besser und ich bewege mich ja weiter Richtung Norden. 


Busbahnhof Retiro. Buenos Aires

Mein Bus - Die Fahrt kostete 6500 Pesos (€13 Euro)

Busbahnhof Rosario

Street Art am Casa Cultural del Tango

Dieses Haus steht direkt am Fluss. Keine Ahnung, was es ist. 

Eingang Parque de la Independencia - Die scheinen Datum und Wochentag täglich zu ändern. 


Trotz der niedrigen Temperaturen sind einige Leute mit dem Tretboot gefahren.

An jeder Ecke ein Food Truck

Und immer wieder Fußball

Avenida zwischen Independencia-Park und Stadtzentrum

Dia Isla Malvinas sind die Falkland-Inseln und das ist hier auch nach 40 Jahren noch ein Thema. Interessant, weil der verlorene Falkland-Krieg das Ende der Militär-Diktatur einleitete. Dennoch ist die offizielle argentinische Position weiterhin, dass die Falkland-Inseln zu Argentinien gehören und man sieht solche Schilder oder auch Sticker überall. Ist irgendwie so ähnlich, als hätte man 1985 überall in Deutschland Schilder mit der Aufschrift "Danzig ist deutsch" gesehen :-D. 

Che Guevara wurde in Rosario geboren, aber es gibt nur dieses simple Schild zur Erinnerung.

Fußgängerzone am Sonntag - Alles zu, nichts los. Wie in Deutschland :-D

Theater und Opernhaus El Círculo

Straßenecke im Stadtzentrum

Plaza 25 de Mayo. Der Fahnenschmuck ist wohl noch vom Unabhängigkeitstag. Die Argentinier lieben ihre Flagge, man sieht sie überall. Sie haben ja auch ein sehr hübsches Exemplar. 

Kathedrale und Blick zum Flaggen-Monument

Flaggenmonument. In Rosario wurde am 27.02.1816 zum ersten Mal die argentinische Flagge gehisst und seit 1957 gibt es dieses Denkmal. 

Dieses Monumento Histórico Nacional a la Bandera ist ziemlich riesig. 

Ein paar Meter weiter findet man eines der beiden Messi-Murals von Rosario. Dieses hier ist schlappe 69 Meter hoch.

Bei General Manuel Belgrano (das ist der, der den Befehl zum Hissen der Flagge gab) beginnt dann die Uferpromenade. Die heißt hier Costanera. In Peru sagen sie Malecón. 

Entlang der Costanera waren sonntags viele kleine Stände, wo man alles Mögliche kaufen konnte.

Kein Alkoholverkauf an Wahltagen, deshalb die Absperrbänder im Supermarkt. Am Sonntag waren in der Provinz Santa Fe Gouverneurswahlen. 

Paraná-Fluss

Links einer der Gründe, warum es in Argentinien (und ganz Lateinamerika) keinen Wohnungsmangel gibt: Sie bauen Hochhäuser. Ich hatte in den letzten Jahren oft genug ein Airbnb in einem Hochhaus, um es zu mögen, vor allem obere Stockwerke. Momentan bin ich übrigens im vierten Stock. Vielleicht ist in Deutschland das Problem, dass Hochhäuser oft so heruntergekommen wirken, während es hier völlig normal ist, dass das Putzen des Treppenhauses und aller Gemeinschaftsflächen in den Nebenkosten enthalten ist.  

Morgen habe ich wie jeden Dienstag den ganzen Nachmittag Unterricht. Vormittags werde ich noch einmal dieses leckere Avocado-Toast zum Frühstück essen. Dazu Café Latte und frisch gepresster Orangensaft. Yummy.

Um am Mittwoch geht es dann weiter nach Santa Fe. Gleiche Provinz, nicht weit. 


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