05/07/2023

Impressionen aus Buenos Aires

Nun ist mein Monat in Buenos Aires fast vorbei. Ich hatte überlegt, einen weiteren Monat hier zu bleiben, aber das Reisen in Argentinien ist momentan so billig, dass es verrückt wäre, das nicht auszunutzen. Von den Temperaturen war dieser Wintermonat okay. Viel Sonne. Erkältet habe ich mich allerdings trotzdem. Anders als in Italien hatte es diesmal den Hals erwischt und einige Tage lang konnte ich kaum sprechen. Ziemlich doof, wenn man unterrichten muss. Irgendwie habe ich es überstanden. Bei einem meiner Hustenanfälle ist mir dann ein Äderchen im Auge geplatzt, was zur Folge hatte, dass ich drei Tage lang wie so'n Zombie aussah und nur mit Sonnenbrille auf die Straße gegangen bin. Aber auch das hatte sich dann irgendwann erledigt.

Da Buenos Aires per U-Bahn und Bussen sehr gut zu erkunden ist, war ich viel in der Stadt unterwegs. Ja, im Vergleich zu 2017 sieht man mehr Armut und Obdachlose und wie das hier mit der Inflation weitergehen soll ... keine Ahnung. 

Auch,wenn ich noch eine Woche hier sein werde, gibt es jetzt schon einen visuellen Rückblick auf meinen Monat in Buenos Aires, weil ich in den nächsten Tagen Business-Sachen auf meiner to-do-Liste habe:  

Im Ateneo, der schönsten Buchhandlung von Buenos Aires (ein ehemaliges Theater), habe ich mir den neuesten Roman von Isabel Allende gekauft. Das Buch war mit 9000 Pesos (ca 18 Euro) teurer als meine professionelle Zahnreinigung (8000 Pesos). Leider kann ich es nicht mitnehmen. 

Buenos Aires hat ein Holocaust-Museum, in dem u. a. die Rolle Argentiniens, das sowohl Juden als später auch Nazis (Ratten-Route) aufgenommen hat, beleuchtet wird. In Buenos Aires sieht man übrigens immer mal wieder Juden mit traditionellem Haarschnitt und Kleidung. 

Dies ist ein Museum zum Thema Wasserversorgung, ich war allerdings nicht drin. Die Architektur ist spektakulär und das Gebäude ist riesig. 

Spektakuläre Architektur sieht man an jeder Ecke

Vor dem Kongress wird gerne mal demonstriert. Im Oktober sind Präsidentenwahlen. Hier protestieren die ganz Linken (Kommunisten und so ein Scheiß) gegen die linke Regierung :-D. 

Palacio Barolo

Im Theater war ich auch. Ein Stück über die französische Sängerin Edith Piaf. Genial. 

Der berühmt-berüchtigte Obelisk von Buenos Aires. An dieser Stelle wurde das erste Mal die argentinische Flagge gehisst.

Noch so ein geniales Gebäude

Keine Ahnung, wer diese beiden Herren sind, die sie da mitten auf den Bürgersteig gesetzt haben.

Nochmal der Kongress in seiner vollen Pracht und ohne Demonstranten

Das ehemalige Wohnhaus von Argentiniens berühmtesten Tangosänger Carlos Gardel, der 1935 bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien ums Leben kam. 

Große Pampashasen im Ecoparque. Die hüpfen da frei herum und haben null Respekt vor Zweibeinern

Zwei alte Elefanten leben auch noch im Ecoparque, denn das war mal der Zoo von Buenos Aires

Die U-Bahn von Buenos Aires heißt Subte und alle Eingänge sind so ausgeschildert. Es gibt 6 Linien, dieses hier ist Plaza Italia, Linie D. 

Calle Florida, wo alle paar Meter jemand "Cambio" ruft und man zum inoffiziellen Kurs Geld wechseln kann. Ich bin allerdings bei Western Union geblieben und mit 400 Dollar problemlos über die Runden gekommen. Ist sogar noch was übrig. 

Galerias Pacífico, ein sehr schickes Einkaufszentrum. Schöne Architektur, aber ansonsten eher langweilig.

Centro Cultural Kirchner mit Orgullo (Pride)-Scheiß. Diesen Regenbogen-Blödsinn machen sie hier natürlich auch. Der Sohn des argentinischen Präsidenten ist so ein Transtyp. Soll jeder leben, wie er will, aber es nervt einfach nur noch, dass diese Typen einem ihre sexuelle Ausrichtung ständig unter die Nase reiben. 

Einfach hübsche Gebäude sind mir doch lieber

Blick auf Puerto Madero mit seinen Hochhäusern

Puente de la Mujer (Frauenbrücke). Soll ein tanzendes Paar darstellen, was ich leider nicht erkennen kann. Hat so gar nichts Feminines, ich finde das Design dieser Brücke einfach nur schrecklich.

Vorbereitung auf den Unabhängigkeitstag (9. Juli) 

Subte Plaza de Mayo mit Casa Rosada im Hintergrund. Hier haben früher die Abuelas (Großmütter) gestanden und an ihre während der Militärdiktatur verschwundenen Kinder und Enkel erinnert. Dieses Jahr feiert Argentinien 40 Jahre Demokratie. 


Floralis Generica - Ein Kunstwerk aus Metall (ziemlich groß), mit dem ich nicht wirklich etwas anfangen kann

Plaza Alemania - Ja ja, das gibt es hier auch

In genau einer Woche geht es weiter nach Rosario, vier Stunden Busfahrt von Buenos Aires entfernt, und dann in drei weiteren Etappen bis zu den Iguazú-Wasserfällen im Dreiländereck Argentinien-Brasilien-Paraguay. Dort werde ich am 9. August ankommen und bis dahin sollte ich vom deutschen Konsulat in Lima gehört haben. Also entweder von Iguazú aus zurück nach Peru, um meinen Pass abzuholen oder weiter nach Paraguay, falls die deutschen Behörden lahmarschiger sind als angekündigt. 

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