Das erste Mal seit 2017 (damals von Buenos Aires nach Uruguay), dass ich per Fähre das Land gewechselt habe. Etwa 5,5 Stunden hat die Überfahrt gedauert. Das Einchecken war fast so nervig wie am Flughafen. Beim Ticketkauf hatte man mir gesagt, ich solle zwei Stunden vor Abfahrt kommen. Tatsächlich fing das Boarding dann erst eine Stunde später an und abgefahren sind wir um 15:00 statt um 14:00 Uhr. Das hatte ich befürchtet, denn ich hatte diese Fähre während meiner vier Wochen in Vlora ja oft Richtung Italien wegfahren sehen - und zwar nie um 14:00 Uhr.
Die Fähre selbst muss ursprünglich in Skandinavien Dienst getan haben, denn die komplette Beschriftung war schwedisch/englisch. Da ich ja nun doch recht spät in Brindisi ankam, habe ich mir ein Taxi zum B&B genommen. Das war ein Fehler. 25 Euro für knapp 5 km. Ich bin definitiv nicht mehr auf dem Balkan oder in Lateinamerika. Ab jetzt nur noch öffentliche Verkehrsmittel.
Brindisi ist nicht so super interessant, aber ich bin auch nur heute hier und habe halt einmal das Zentrum abgelaufen. Es gibt ein altes Schloss, dass ich eigentlich besichtigen wollte. Nun, hätte ich mir die Kommentare auf Google Maps durchgelesen, hätte ich vorher bemerkt, dass es ein Marinestützpunkt und keine Touristenattraktion ist. So hat mich natürlich jemand zurückgepfiffen, als ich versuchte, am Wachhäuschen vorbei auf das Gelände zu gelangen.
Der Unterschied zu den Balkanländern ist enorm. Dort waren immer Menschen in den Cafés und fast alles war geöffnet. Hier musste ich heute morgen erstmal eine ganze Weile laufen, bis ich ein Café mit Tischen auf der Straße fand, wo ich in der Sonne einen Cappuccino trinken konnte. Man sieht auch mehr Menschen mit Masken. Nicht extrem viele, aber doch so einige, die mit den Kaffeefiltern auf der Straße herumlaufen. Nun gut, schauen wir mal, wie Italien so wird. Morgen geht es weiter nach Ostuni. Nicht weit, nur eine halbe Stunde mit dem Zug.









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