Von Prizren ging es mit dem Bus weiter nach Tirana. Ein Minibus brachte mich zunächst vom Busbahnhof zur Autobahn, wo der große Bus wartete, der aus Pristina kam. Im Minibus saß ich neben einem argentinischen Ehepaar. Auch Dauerreisende und sogar noch älter als ich. Es war so nett, mal wieder Spanisch sprechen zu können. Ich vermisse es irgendwie doch ein bisschen, mein Lateinamerika.
Der große Bus war total voll, was mich überraschte. So viele Leute unterwegs an einem Mittwochvormittag im November. Nun gut, ich saß ganz hinten bei einer Gruppe junger Kosovaren. Einer lebte in Kanada und hatte auch kanadische Staatsangehörigkeit und erzählte mir, dass er als Security für Justin Trudeau gearbeitet hatte und dass der Typ total unsympathisch und arrogant wäre. Wieso hat mich das so gar nicht überrascht?
Zwischen Kosovo und Albanien gibt es keine richtigen Grenzkontrollen. Wir haben zwar kurz angehalten, aber niemand wollte meinen Pass sehen. Man hatte mir zwar versichert, dass das so alles in Ordnung wäre, aber ich war doch etwas verunsichert und bin am nächsten Tag zur Immigration in Tirana gefahren. Dort haben sie mir noch einmal bestätigt, dass ich bei meiner Ausreise den Einreisestempel vom Kosovo und eventuell meine Hotelreservierung in Prizren zeigen soll, falls jemand fragt. Soll wohl heißen, dass ich offiziell gar nicht in Albanien bin.
Die erste Woche hier hat es nur geregnet, den ganzen lieben langen Tag lang. Trotzdem war mir die Stadt von Anfang an sympathisch. Der gleiche chaotische Verkehr wie in Lima. Und dabei sind die Zebrastreifen hier so schön bunt. Trotzdem hält niemand an bzw erst dann, wenn du regelrecht vor das Auto springst.
Ansonsten jede Menge Cafés, kleine Geschäfte, Bäckereien. Ähnlich wie im Kosovo sind die Cafés nie leer. Auch die Albaner scheinen ständig Kaffee zu trinken. Während der Kosovo eher einen deutschen Touch hat, überwiegt in Albanien ganz klar das Italienische. Viele Produkte im Supermarkt kommen aus Italien und selbst meine Migränetabletten sind italienisch. Die Italiener haben auch eine ziemlich große Botschaft hier. Mein Airbnb ist zwar in einem ziemlich alten und hässlichen Haus, aber der Stadteil ist genial.
Es ist tatsächlich noch warm genug, um draußen zu sitzen
Der Mariott-Komplex sieht ziemlich futuristisch aus.
Universität Tirana
Der Stadtpark mit See ist total schön
Hier nochmal von der anderen Seite
Mal wieder Selfie-Alarm. Irgendwie ist die neue Frisur fotofreundlicher, auch wenn ich mich immer noch nicht wirklich an die kurzen Haare gewöhnt habe.
Weihnachtlich sieht es auch schon aus. Im Hintergrund das höchste Gebäude Tiranas. Ist aber noch nicht fertig.
Am 28. November war Unabhängigkeitstag und überall hingen albanische Flaggen
Kein Schloss, sondern ein Restaurant
Ich werde noch einen Artikel über Tirana schreiben. Sowohl die Stadt als auch das Land Albanien sind bisher eine sehr positive Überraschung.











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