08/02/2023

UNESCO-Weltkulturerbe Paestum - Ein bisschen Griechenland in Italien

Die archäologische Fundstätte Paestum ist von meinem derzeitigen Aufenthaltsort Salerno in einer halben Stunde mit dem Zug zu erreichen. Die Stadt wurde um etwa 600 v. Chr. von den Alten Griechen gegründet und hieß zunächst Poseidonia (Meeresgott Poseidon). Gut dreihundert Jahre später übernahmen die Römer den Ort und nannten in in Paestum um. Bis heute sind die Tempel der griechischen Götter Poseidon, Hera und Athene gut erhalten (und ziemlich groß). 

Bis auf ein paar Studenten (glaube ich), die zeichneten oder Notizen machten und vier weiteren Touristen hatte ich den Park fast für mich alleine. Das Wetter war zwar etwas besser als in den vorherigen Tagen, wo die Temperaturen teilweise bis auf 3°C heruntergegangen waren, aber trotz Sonne war es ziemlich frisch und als es dann auch noch windig wurde, bin ich mal wieder fast erfroren. Egal, der Besuch hat sich gelohnt und im Zug nach Hause konnte ich mich wieder aufwärmen. 



















02/02/2023

Napoli

Nun bin ich auf der anderen Seite von Italien. Fünfeinhalb Stunden hat die Zugfahrt gedauert, mit zweimal Umsteigen. Napoli war nur ein Mini-Break, zwei Übernachtungen. Richtig viel Glück hatte ich mit dem Wetter. Nachdem es am Dienstag in Ostuni noch einmal so richtig ungemütlich und auch windig war, stiegen die Temperaturen gestern und heute bis auf 15°C und es herrschte strahlender Sonnenschein. Das gefällt mir doch wesentlich besser  als die einstelligen Temperaturen :-). 


Von Ostuni aus ging es zunächst mit dem Regionalzug nach Bari und dann mit dem Schnellzug weiter nach Caserta. Dort habe ich so gerade noch den Zug nach Neapel erwischt. Der Hauptbahnhof von Neapel ist riesig und sehr modern, mit vielen Geschäften. Das Stadtzentrum war dafür ziemlich chaotisch, aber auch irgendwie charmant. Ich bin heute 14 km durch die Stadt gelaufen und habe zumindest das Wichtigste gesehen. Morgen geht es ein Stück weiter nach Süden, nach Salerno. 

Eingang Hauptbahnhof Neapel

Porta Capuana



Kathedrale

Kathedrale von innen

Eingang zu den Katakomben

Um zu diesem Teil zu gelangen, durfte man weder klaustrophobisch veranlagt noch zu dick sein, denn die Gänge waren teilweise so schmal, dass man nur seitwärts laufen konnte. Am Anfang betrug auch die Höhe nur 1,50 m, sodass selbst ich mich etwas bücken musste. 



Castel Nuovo




Vesuv

23/01/2023

Ostuni - La Città Bianca

 

Auf Ostuni bin ich zufällig gestoßen, als ich nach einem Aufenthaltsort in der Nähe von Brindisi gesucht habe. Geplant war eigentlich Lecce, aber dort habe ich einfach kein passendes Airbnb gefunden. Und dann stolperte ich über Ostuni, das den gleichen Beinamen hat wie Arequipa in Peru, "die weiße Stadt". Hier fand ich ein nettes Airbnb im Herzen des historischen Zentrums, in einem Haus, das vor 800 Jahren erstmals gebaut, aber seitdem mehrfach modernisiert wurde. Ostuni Centro besteht aus vielen Gassen und Treppen, die zum einem großen Teil per Auto nicht zugänglich sind. Total schön. 

Trotzdem fremdel ich noch etwas mit Italien. Zum Beispiel ist zwischen 13:00 und 16:00 Uhr fast alles geschlossen. Auch Bäckereien und Konditoreien, was meiner Meinung nach nicht so wirklich Sinn macht. Und ich verstehe jetzt, warum "das Café" auf Italienisch "il bar" ist. Es hat tatsächlich Bar-Charakter. Die Leute gehen rein und trinken ihren Kaffee am Thresen. Kleine Lokale haben tatsächlich oft keine Tische oder halt nur auf der Straße, was im aktuell doch etwas kühl ist. Falls es Tische gibt, bezahlt man mehr, als wenn man im Stehen trinkt. Zum Glück fand ich am vierten Tag endlich ein Café, wo ich vormittags in Ruhe sitzen und arbeiten kann. 

Eine SIM-Karte zu bekommen, gestaltete sich auch als recht aufwendig. Man bräuchte einen Codice Fiscale, eine Steuernummer. Das klang wie in Brasilien, also habe ich einfach mal behauptet, das geht auch mit Pass. Ja, tut es, aber es hat eine Viertelstunde gedauert, bis alles im System eingegeben und mein Pass zweimal fotokopiert war. Mamma mia. Dafür habe ich nun 70 GB mobile Daten. 

Eine Amazon-Bestellung und der Kauf meiner Zugtickets über die Website von trenitalia.com waren hingegen unproblematisch. Nun habe ich endlich ein gutes Mikrofon, mit dem ich meine Audioaufnahmen machen kann. 

Nicht so schön ist, dass es irgendwie richtig Winter geworden ist. Ja, ich sollte mich nicht beschweren, denn schneien tut es hier nicht. Aber ich mag keine Temperaturen unter 10°C und dann noch mit Wind und ziemlich viel Regen. Ich habe keine Jacke, also laufe ich mit drei Layern durch die Gegend und friere trotzdem. Nächstes Jahr um diese Zeit bin ich definitiv in Lateinamerika oder im südlichen Afrika. 

Meine Zeit in Ostuni ist nun schon halb vorbei. Bis zum 1. Februar bin ich noch hier, dann geht es weiter nach Neapel/Napoli. 

Rathaus

So sehen viele Gassen in Ostuni Centro aus


Ganz hinten kann man das Meer sehen

Mein Airbnb ist ein Stück weiter links







Kathedrale


Schwarze Katze :-)

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