02/08/2025

Quito-Ausflüge: Teleférico und Mitad del Mundo


Teleférico Quito

Quito hat eine Seilbahn. Die sind ja  allgemein beliebt in den Andenländern. Mit der "TelefériQuo" kann man auf 4000 Meter Höhe fahren. Zur Erinnerung, Quito-Stadt liegt auf 2800 Meter Höhe. Die Fahrt dauert 18 Minuten und oben ist es schon ein Stückchen kühler. Aber längst nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Es gibt einen Wanderweg, aber das sind insgesamt 5 Stunden laufen und dazu hatte ich beim besten Willen keine Lust. Meine Aussicht hatte ich ja schon und die ändert sich ja nicht so arg. Vorsichtshalber hatte ich eine Thermoskanne Coca-Tee mitgenommen, wegen Kälte und Höhe, aber das war unproblematisch. Der Tee ist trotzdem lecker. Die Coca-Blätter sind nicht mein Fall, die schmecken widerlich. 

Untere Station der Teleférico, aber auch schon höher als die Stadt

Blick auf Quito und die Seilbahn von oben.

Man kann theoretisch auch zu Fuß den Berg hoch- und runterlaufen

Kurz nach der Ankunft habe ich noch etwas geschnattert, deshalb Halstuch

So sieht es da oben aus.

Beginn des Wanderweges



Quito hat eine enorme Nord-Süd-Ausdehnung, während es westlich und östlich durch die Berge begrenzt wird

Eine Kirche mitten im Nirgendwo. Anders als Peru und Bolivien ist Ecuador auf einer Höhe von 4000 Meter nicht besiedelt. 

Mitad del Mundo - Am Äquator

Quito liegt fast direkt am Äquator, nur 30 km südlich. Anders als alle anderen Länder und Regionen am Äquator ist das Klima aufgrund der Höhenlage nicht tropisch. Allerdings liegt Mitad del Mundo etwa 400 Meter niedriger als die Stadt Quito und das merkt, es ist gleich viel wärmer. Da die Fahrt nach Mitad del Mundo nur 12 Dollar mit dem Uber kostete, habe ich mir das gegönnt. Irgendwie habe ich gerade keine Lust, mich mit Bussen auseinanderzusetzen. Liegt natürlich an den extrem günstigen Uber-Preisen. Mitad del Mundo ist natürlich in gewisserweise ein Tourist-Trap mit Restaurants, Cafés und Souvenirläden. Ich habe mir ein T-Shirt gegönnt, weil ich eh ein altes ersetzen muss. Es war nicht spektakulär, aber ein netter Ausflug. 







Die gelbe Linie ist der Äquator









Am Sonntag wechsle ich mein Airbnb. Die neue Behausung liegt im historischen Zentrum von Quito. Das soll sehr schön sein. Hier werde ich die Mall mit den vielen Futter-Optionen vermissen. Es war immer praktisch, dort etwas zu kaufen, was dann für zwei Tage reichte. Mit meiner Diät läuft es hoffentlich weiterhin gut. Ein einziges Mal habe ich mir ein komplettes Frühstück gegönnt: 

Das war ein vegetarisches Omelett mit Gemüse, Käse, Avocado und Tomaten. Sehr mächtig, aber auch sehr lecker. Habe gearbeitet, während ich es langsam verspeist habe. 

25/07/2025

Hallo, Quito

 



Das Foto dort oben ist noch aus Lima, mein Frühstück am Flughafen. Ich war innerhalb von 30 Minuten durch Security Control und Migraciones und hatte daher noch ewig Zeit bis zum Abflug. Aber wofür ist man digitale Nomadin? Da legt man halt eine Arbeitssession ein. Das Frühstück war lecker, aber mit 14 Dollar ein klein wenig überteuert. 

Der Abflug verzögerte sich um eine Stunde, weil zehn Flugzeuge vor uns dran waren. Ich hatte einen Mittelsitz, aber rechts neben mir saß niemand. Beim Boarding gab es einen kleinen Schock: "Wie lange warst du in Peru?" "Ungefähr einen Monat." "Hast du einen Gelbfieber-Impfnachweis?". "Äh, ja, irgendwo." Zum Glück habe ich meine Impfheftchen zusammen mit ein paar anderen Papieren immer dabei, aber jegliche Frage nach Impfungen ist und bleibt ein rotes Tuch. 

Die Einreise nach Ecuador war problemlos. Der Flughafen liegt ziemlich weit von der Stadt entfernt. Man fährt erst nach unten und irgendwann sieht man dann über sich Quito und es geht wieder hoch. War ziemlich interessant. Ich habe hier zwei Airbnbs, beide für jeweils 10 Tage. Momentan bin ich in einem sehr modernen Stadtteil, wo es zwar einen hübschen Park gibt, aber so wirklich wirklich gefällt es mir nicht. Mal abgesehen vom chaotischen Verkehr (allerdings nicht so extrem wie in Lima) fehlt mir irgendwie das südamerikanische Flair. 

Das Wetter ist viel besser als ich gedacht hatte. Für die Ecuadorianer ist jetzt Sommer 😀. Oder zumindest für die Einwohner von Quito, ich bin mir nicht ganz sicher. Es scheint aber keinen großen Unterschied zu machen, die Temperaturen sind das ganze Jahr über ziemlich gleich, aber momentan ist Trockenzeit. Heute Nachmittag hätte ich locker im T-Shirt laufen können. 

So sieht es aus, wenn man in Quito den Flughafen verlässt. 

So wohne ich momentan

Arbeitsplatz mit einem sehr gemütlichen Stuhl, nur die Steckdose liegt ungünstig

Carolina-Park

Carolina-Park

Carolina-Park

12/07/2025

Lima-Update

 

Lima Centro

Eigentlich gibt es gar nichts erzählen. Wir sind fleißig, Jessica, Sergio und ich. Das Wetter ist wie erwartet beschissen. Welche Farbe hatte nochmal die Sonne? Ich habe sie leider bisher nur einmal gesehen. Netterweise an dem Tag, an dem wir ins Zentrum gefahren sind, um ein wenig für Website und Social Media zu fotografieren und zu filmen. Da es mal wieder Proteste von irgendwelchen Minenarbeitern und deren Vertretern gibt, war der Plaza de Armas leider gesperrt (sieht man oben auf dem Foto). 

Aber ich bin froh, wieder in Südamerika zu sein. Dieser Kontinent lässt mich einfach nicht los. Meine Kinder werden für mich immer mehr Brasilianer als Deutsche sein, obwohl sie das wahrscheinlich anders sehen. Ein Chilene und ein Argentinier, die für immer einen Platz in meinem Herzen haben werden. Zwei Sprachen, die ich lieber höre, als meine Muttersprache. Und vielleicht sollte ich es akzeptieren, dass ich wahrscheinlich erst wieder sesshaft werde, wenn ich zu alt und klapprig bin. Keine Ahnung, woher ich diese Zigeunerhafte habe. Meine rationale Seite kämpft ja arg dagegen, verliert aber regelmäßig. 

Lassen wir es also mit rationalen und vernünftigen Überlegungen. Funktioniert eh nicht. Habe ja gesehen, was aus meinen Argentinien- und Italien-Plänen geworden ist. Wohnsitz Ungarn war zwischendurch auch noch ein Thema. Bleibe ich weiter Zigeunerin, solange es funktioniert. Es gibt noch viel zu entdecken und hier gibt es keine islamische Invasion. Nur unpünktliche und laute Latinos 😃. 

Am 23. Juli fliege ich nach Quito/Ecuador. Ein weiterer Lima-Post lohnt sich wahrscheinlich nur, wenn es noch weitere nette Fotos gibt - was bei dem scheiß grauen Wetter allerdings schwierig ist. 

Hotel Bolívar - Centro

Mercado de Surquillo

Plaza de Armas

Plaza San Martín - Centro
 
Im Büro

Mit Jessica

Mit Sergio

26/06/2025

Doch wieder: Goodbye, Europe

 

Punta Cana, Dominikanische Republik

Gleich vornweg, ich war nur eine Nacht in Punta Cana und das Fotos oben ist von März 2021, als die Dominikanische Republik meine erste Auslandsdestination war, weil das Land beschlossen hatte, dass Einnahmen durch Touristen wichtiger sind als schwachsinnige Einreiserestriktionen. Obwohl ich kein Karibik-Fan bin, habe ich die Dominikanische Republik also in positiver Erinnerung. Aber in ein paar Stunden fliege ich weiter nach Lima. 

Es war natürlich im März nicht geplant, dass ich Europa schon nach drei Monaten wieder verlasse, aber meine heiß geliebten Pläne funktionieren ja meistens nicht. Eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich mir überhaupt die Mühe mache, irgendwas zu planen, wenn ich doch in mehr als 50% der Fälle die Planung wieder über den Haufen werfe. Nun gut, momentan ist nichts geplant. Ich komme ohne Plan in Lima an und so wie in Deutschland muss ich mir keine Gedanken um meine Unterkunft machen. 

Die drei Wochen bei Thiago waren genauso angenehm wie die drei Wochen bei Jutta im März, sofern man ignoriert, dass Ludwigshafen muslimisch-afrikanisch dominiert ist. Seufz, armes Deutschland, in ein paar Jahrzehnten wirst du ein islamisches Land sein. Wer das nicht sieht, sitzt im Wolkenkuckucksheim. Ich kann es nicht ändern, aber ich weiß, dass ich nicht in einem Umfeld voll von verschleierten Frauen und Scharia-Befürwortern leben möchte. Für den Notfall haben die Kinder ihre brasilianische Staatsangehörigkeit, das beruhigt mich, aber sie sind alt genug, um ihre eigenen Entscheidungen treffen zu können. 

Ich bin von Amsterdam aus geflogen und hatte mir ausgerechnet den Tag ausgesucht, als die ganzen Wichtigtuer von der NATO in Den Haag ihren Gipfel hatten. Infolgedessen gab es in der Region zwischen Amsterdam und Den Haag unglaublich viele Straßensperren. Das hatte zur Folge, dass mein Shuttle vom Flughafen zum Hotel nicht kam und ich letztlich frustriert ein Taxi genommen habe, das für 5 km 35 Euro gekostet hat, weil wir 40 Minuten gebraucht haben. Vorher waren schon meinen sämtlichen Zugverbindungen über den Haufen geworfen worden, weil es in der Nähe von Schiphol einen Kabelbrand gegeben hatte, der jede Menge Cancellations zur Folge hatte, u.a sämtliche Züge von Amsterdam Centraal zum Flughafen, so dass ich mit einem Bus fahren musste, was Ewigkeiten gedauert hat. 

Der Flug selber war aber ok. Wieder mit TUI Nederlands wie vor zwei Jahren nach Aruba. Neben mir saß ein sehr nettes holländisches Ehepaar in meinem Alter, mit dem ich mich nett unterhalten habe. Plus drei Filme und zweimal Futter und da gingen die neun Stunden Flugzeit doch relativ schnell herum. 

Habe zwar gut geschlafen, aber den Jetlag merke ich natürlich. Nun gut, es sind jetzt ein kurzer Flug nach Panama und ein etwas längerer Flug nach Lima, das schaffe ich auch noch. 

10/06/2025

Neustadt an der Weinstraße

 


Einfach ein kurzer Ausflug, da ich ja das Deutschland-Ticket habe und es diesmal nicht für längere Fahrten benutze. Neustadt liegt an der S-Bahnstrecke, aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir früher mal dorthin gefahren sind. Es ein nettes kleines Städtchen, ca 25 Minuten Fahrt von Ludwigshafen aus. Bin ein bisschen spazieren gegangen und habe ein Eis gegessen.