25/07/2025

Hallo, Quito

 



Das Foto dort oben ist noch aus Lima, mein Frühstück am Flughafen. Ich war innerhalb von 30 Minuten durch Security Control und Migraciones und hatte daher noch ewig Zeit bis zum Abflug. Aber wofür ist man digitale Nomadin? Da legt man halt eine Arbeitssession ein. Das Frühstück war lecker, aber mit 14 Dollar ein klein wenig überteuert. 

Der Abflug verzögerte sich um eine Stunde, weil zehn Flugzeuge vor uns dran waren. Ich hatte einen Mittelsitz, aber rechts neben mir saß niemand. Beim Boarding gab es einen kleinen Schock: "Wie lange warst du in Peru?" "Ungefähr einen Monat." "Hast du einen Gelbfieber-Impfnachweis?". "Äh, ja, irgendwo." Zum Glück habe ich meine Impfheftchen zusammen mit ein paar anderen Papieren immer dabei, aber jegliche Frage nach Impfungen ist und bleibt ein rotes Tuch. 

Die Einreise nach Ecuador war problemlos. Der Flughafen liegt ziemlich weit von der Stadt entfernt. Man fährt erst nach unten und irgendwann sieht man dann über sich Quito und es geht wieder hoch. War ziemlich interessant. Ich habe hier zwei Airbnbs, beide für jeweils 10 Tage. Momentan bin ich in einem sehr modernen Stadtteil, wo es zwar einen hübschen Park gibt, aber so wirklich wirklich gefällt es mir nicht. Mal abgesehen vom chaotischen Verkehr (allerdings nicht so extrem wie in Lima) fehlt mir irgendwie das südamerikanische Flair. 

Das Wetter ist viel besser als ich gedacht hatte. Für die Ecuadorianer ist jetzt Sommer 😀. Oder zumindest für die Einwohner von Quito, ich bin mir nicht ganz sicher. Es scheint aber keinen großen Unterschied zu machen, die Temperaturen sind das ganze Jahr über ziemlich gleich, aber momentan ist Trockenzeit. Heute Nachmittag hätte ich locker im T-Shirt laufen können. 

So sieht es aus, wenn man in Quito den Flughafen verlässt. 

So wohne ich momentan

Arbeitsplatz mit einem sehr gemütlichen Stuhl, nur die Steckdose liegt ungünstig

Carolina-Park

Carolina-Park

Carolina-Park

12/07/2025

Lima-Update

 

Lima Centro

Eigentlich gibt es gar nichts erzählen. Wir sind fleißig, Jessica, Sergio und ich. Das Wetter ist wie erwartet beschissen. Welche Farbe hatte nochmal die Sonne? Ich habe sie leider bisher nur einmal gesehen. Netterweise an dem Tag, an dem wir ins Zentrum gefahren sind, um ein wenig für Website und Social Media zu fotografieren und zu filmen. Da es mal wieder Proteste von irgendwelchen Minenarbeitern und deren Vertretern gibt, war der Plaza de Armas leider gesperrt (sieht man oben auf dem Foto). 

Aber ich bin froh, wieder in Südamerika zu sein. Dieser Kontinent lässt mich einfach nicht los. Meine Kinder werden für mich immer mehr Brasilianer als Deutsche sein, obwohl sie das wahrscheinlich anders sehen. Ein Chilene und ein Argentinier, die für immer einen Platz in meinem Herzen haben werden. Zwei Sprachen, die ich lieber höre, als meine Muttersprache. Und vielleicht sollte ich es akzeptieren, dass ich wahrscheinlich erst wieder sesshaft werde, wenn ich zu alt und klapprig bin. Keine Ahnung, woher ich diese Zigeunerhafte habe. Meine rationale Seite kämpft ja arg dagegen, verliert aber regelmäßig. 

Lassen wir es also mit rationalen und vernünftigen Überlegungen. Funktioniert eh nicht. Habe ja gesehen, was aus meinen Argentinien- und Italien-Plänen geworden ist. Wohnsitz Ungarn war zwischendurch auch noch ein Thema. Bleibe ich weiter Zigeunerin, solange es funktioniert. Es gibt noch viel zu entdecken und hier gibt es keine islamische Invasion. Nur unpünktliche und laute Latinos 😃. 

Am 23. Juli fliege ich nach Quito/Ecuador. Ein weiterer Lima-Post lohnt sich wahrscheinlich nur, wenn es noch weitere nette Fotos gibt - was bei dem scheiß grauen Wetter allerdings schwierig ist. 

Hotel Bolívar - Centro

Mercado de Surquillo

Plaza de Armas

Plaza San Martín - Centro
 
Im Büro

Mit Jessica

Mit Sergio

26/06/2025

Doch wieder: Goodbye, Europe

 

Punta Cana, Dominikanische Republik

Gleich vornweg, ich war nur eine Nacht in Punta Cana und das Fotos oben ist von März 2021, als die Dominikanische Republik meine erste Auslandsdestination war, weil das Land beschlossen hatte, dass Einnahmen durch Touristen wichtiger sind als schwachsinnige Einreiserestriktionen. Obwohl ich kein Karibik-Fan bin, habe ich die Dominikanische Republik also in positiver Erinnerung. Aber in ein paar Stunden fliege ich weiter nach Lima. 

Es war natürlich im März nicht geplant, dass ich Europa schon nach drei Monaten wieder verlasse, aber meine heiß geliebten Pläne funktionieren ja meistens nicht. Eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich mir überhaupt die Mühe mache, irgendwas zu planen, wenn ich doch in mehr als 50% der Fälle die Planung wieder über den Haufen werfe. Nun gut, momentan ist nichts geplant. Ich komme ohne Plan in Lima an und so wie in Deutschland muss ich mir keine Gedanken um meine Unterkunft machen. 

Die drei Wochen bei Thiago waren genauso angenehm wie die drei Wochen bei Jutta im März, sofern man ignoriert, dass Ludwigshafen muslimisch-afrikanisch dominiert ist. Seufz, armes Deutschland, in ein paar Jahrzehnten wirst du ein islamisches Land sein. Wer das nicht sieht, sitzt im Wolkenkuckucksheim. Ich kann es nicht ändern, aber ich weiß, dass ich nicht in einem Umfeld voll von verschleierten Frauen und Scharia-Befürwortern leben möchte. Für den Notfall haben die Kinder ihre brasilianische Staatsangehörigkeit, das beruhigt mich, aber sie sind alt genug, um ihre eigenen Entscheidungen treffen zu können. 

Ich bin von Amsterdam aus geflogen und hatte mir ausgerechnet den Tag ausgesucht, als die ganzen Wichtigtuer von der NATO in Den Haag ihren Gipfel hatten. Infolgedessen gab es in der Region zwischen Amsterdam und Den Haag unglaublich viele Straßensperren. Das hatte zur Folge, dass mein Shuttle vom Flughafen zum Hotel nicht kam und ich letztlich frustriert ein Taxi genommen habe, das für 5 km 35 Euro gekostet hat, weil wir 40 Minuten gebraucht haben. Vorher waren schon meinen sämtlichen Zugverbindungen über den Haufen geworfen worden, weil es in der Nähe von Schiphol einen Kabelbrand gegeben hatte, der jede Menge Cancellations zur Folge hatte, u.a sämtliche Züge von Amsterdam Centraal zum Flughafen, so dass ich mit einem Bus fahren musste, was Ewigkeiten gedauert hat. 

Der Flug selber war aber ok. Wieder mit TUI Nederlands wie vor zwei Jahren nach Aruba. Neben mir saß ein sehr nettes holländisches Ehepaar in meinem Alter, mit dem ich mich nett unterhalten habe. Plus drei Filme und zweimal Futter und da gingen die neun Stunden Flugzeit doch relativ schnell herum. 

Habe zwar gut geschlafen, aber den Jetlag merke ich natürlich. Nun gut, es sind jetzt ein kurzer Flug nach Panama und ein etwas längerer Flug nach Lima, das schaffe ich auch noch. 

10/06/2025

Neustadt an der Weinstraße

 


Einfach ein kurzer Ausflug, da ich ja das Deutschland-Ticket habe und es diesmal nicht für längere Fahrten benutze. Neustadt liegt an der S-Bahnstrecke, aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir früher mal dorthin gefahren sind. Es ein nettes kleines Städtchen, ca 25 Minuten Fahrt von Ludwigshafen aus. Bin ein bisschen spazieren gegangen und habe ein Eis gegessen. 










06/06/2025

Sizilien-Rundreise Teil 2

 


Tja, nun sind die drei Wochen Sizilien und meine insgesamt zwei Monate auf dieser wunderschönen Insel schon Vergangenheit. Der zweite Teil der Rundreise war wesentlich ruhiger, vor allem die Woche in Finale, wo uns am dritten Tag im Mini-Supermarkt, in unserem Frühstücks-Spot und unserem Aperitivo-Spot die Angestellten wiedererkannten. 

Von Finale aus sind wir einmal mit dem Auto nach Santo Stefano di Camastra gefahren. Das ist ein kleiner Ort, der für Keramikherstellung bekannt ist. Sizilien ist ähnlich farbenfroh wie Lateinamerika. Und einmal ging es mit dem Zug nach Cefalú. Fand ich viel zu voll und touristisch, aber Sergio hat es gefallen. Wir haben dort mit einem Immobilienmakler gesprochen.

Nach der Woche in Finale folgte noch einmal eine längere Autofahrt zurück an die Ostküste. Da der Etna gewissermaßen im Weg steht, muss man ihn entweder an der Küste umfahren oder durch die Berge. Wir haben uns für die Küstenroute entschieden. Der letzte längere Stop war Acireale, wo ich ja im April schon gewesen war. Während wir dort waren, ist der Etna ein bisschen ausgebrochen. Das haben wir nicht mitgekriegt, aber in deutschen und britischen Medien habe ich einiges an Panikmeldungen gelesen. Der Etna ist nun einmal ein aktiver Vulkan, da kommt halt ab und zu etwas heraus. 

Die letzte Nacht haben wir in Catania verbracht, weil mir morgens um acht zum Flughafen mussten. Den ersten Flug nach Rom hatten wir gemeinsam, danach ging es für Sergio nach Amsterdam und für mich nach Frankfurt. 

Fazit: Ich habe in den letzten drei Wochen definitiv zu viel gegessen und bin deshalb jetzt auf Diät. Außerdem habe ich fast jeden Tag Aperol Spritz oder Wein getrunken, aber das hat erstaunlich gut geklappt. Keine Kopfschmerzen oder Kater am nächsten Tag. La Dolce Vita funktioniert 😀.

Finale: 









Santo Stefano di Camastra










Cefalú