16/11/2025

Halbzeit in João Pessoa

 


Es gibt wieder eine Hängematte auf dem Balkon und ich kann darin tatsächlich gut arbeiten. Diese Stadt ist der östlichste Punkt des kompletten amerikanischen Kontinents. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, dass ich um 6 Uhr morgens aufwache und es um 17 Uhr dunkel wird. Dafür gibt es keine Mosquitos. 

Es ist ruhig hier und ich mache nicht viel. Ok, das ist nicht ganz korrekt. Ich arbeite fleißig und ich denke nach. Aber ich habe keine Lust auf Sightseeing. Mein Balkon ist wirklich bequem und der Rest der Wohnung auch. Soll heißen: Ich bin ein Haustier und es gefällt mir. Meistens gehe ich nur morgens zum Supermarkt oder in die Bäckerei. Es gibt nicht viel Schatten in den Straßen. Mit 30°C ist es zwar nicht übermäßig heiß, aber die Sonne ist sehr stark. 

Tja, ich denke darüber nach, wie mein Leben nächstes Jahr verlaufen soll. Natürlich habe ich Pläne im Kopf, aber ich halte lieber meine Klappe. Wenn ich mich recht erinnere, haben sich alle meine Pläne und Ideen der letzten drei Jahre zerschlagen und es kam alles ganz anders. Genieße ich also einfach das schöne Wetter und hoffe, dass mein finanzielles Konstrukt nicht zusammenbricht, bevor ich wieder einen offiziellen Wohnsitz habe. Banken mögen es bekanntlich nicht, wenn man keinen Steuer- und Adressnachweis bringen kann. 

Keine Ahnung, ob ich noch einmal aus João Pessoa schreibe. Am 1. Dezember fahre ich für ein paar Tage nach Olinda, ein Stückchen nördlich von Recife. 











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