23/01/2025
Kondore, ein argentinischer Heiliger und ein portugiesischsprachiger Nachmittag
12/01/2025
La Cumbrecita
In La Cumbrecita leben nur ein paar Hundert Menschen, aber es ist eine Touristenattraktion. Da es mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen ist (oder nur extrem umständlich, keine Ahnung), hatte ich das von Anfang an als Tour geplant. Von Córdoba aus fährt man etwa zwei Stunden und wir hatten einen Zwischenstopp an einem Aussichtspunkt an einem See. Den Namen habe ich leider verpassen. La Cumbrecita ist ein Fußgänger-Dorf. Autos müssen vor dem Dorfeingang geparkt werden. Vom Dorf aus kann man zu einem See und einem Wasserfall wandern. Aufgrund der Temperaturen von über 30°C habe ich mir nur die Hälfte der Strecke angetan und mich dann für ein Café mit Klimaanlage entschieden 😀. Auch wenn ich bei den Preisen mehrfach schlucken musste. Vieles ist in Argentinien mittlerweile teurer als in Deutschland. Aber ich mache ja nicht jeden Tag einen Ausflug und meine selbstgekochten vegetarischen Gerichte sind recht preiswert.
Ich würde gern noch eine Tour machen, aber jetzt kommt erst einmal eine Hitzewelle und das ist natürlich nicht so optimal, denn ein bisschen laufen muss man ja immer. Schauen wir mal.
Villa General Belgrano - Ein Stück Deutschland in Argentinien
In Villa General Belgrano findet jedes Jahr ein Oktoberfest statt. Es ist in Argentinien das, was Blumenau in Brasilien ist. Ein sehr (süd)deutsches Flair und ein beliebtes Ausflugsziel. Liegt ungefähr 100 km südlich von Córdoba. Ich wollte eigentlich mit einem normalen Bus dorthin fahren, aber ich habe heute eine Tour in ein anderes deutsch-schweizerisches Dörfchen (La Cumbrecita) gemacht und wir hatten auch einen Stop in Villa General Belgrano. Dabei habe ich festgestellt, dass mir die Stunde Aufenthalt gereicht haben. Also, es ist nett, aber in einer Stunde hat man alles Wichtige gesehen, denke ich. Die Fotos zu La Cumbrecita packe ich in den nächsten Post.
06/01/2025
Reflektionen in Córdoba
Vor zwei Tagen habe ich meine Wohnung in Buenos Aires übergeben und bin mit dem Bus nach Córdoba gefahren. Zehn Stunden Fahrt, also Kurzstrecke für argentinische Verhältnisse. Die Landschaft eher belanglos. Flach, grün, einige Kühe, einige Pferde. Angenehme Reise. Ich weiß ja mittlerweile, dass es sich lohnt, ein paar Pesos auszugeben und im "Business"-Bereich des Busses einen der Einzelsitze rechts zu buchen, sodass ein nerviger Sitznachbar nicht möglich ist.
Mein Airbnb hier liegt sehr ruhig, und das ist nach der lauten Wohnung von Buenos Aires wirklich angenehm. Hier kann ich draußen sitzen und es gibt keinen Verkehrslärm. Ich habe eine hübsche Terrasse mit Pflanzen. Nervig sind allerdings die Mücken, aber gut, nichts ist perfekt. Da es in unmittelbarer Nähe auch kein nettes Café gibt (und da Argentinien mittlerweile extrem teuer geworden ist), habe ich gerade etwas Lustiges angefangen: Kochen mit Hilfe von ChatGPT. Ich bitte um einfache Rezepte mit wenigen Zutaten und bekomme Vorschläge inklusive Anleitung für Doofe. Oder ich sage, was ich noch an Lebensmitteln habe und frage, was man damit machen kann. Das funktioniert ausgesprochen gut, hatte ich schon über Weihnachten in Buenos Aires ausprobiert.
Tja, und nun ist das Jahr 2024 Geschichte. Irgendwie war es ein komisches Jahr. 2025 hingegen wird definitiv ein Jahr der Veränderungen. Momentan habe ich einfach mal einen Gang zurückgeschaltet. Und es akzeptiert, dass mein German with Stories-Projekt nie wirklich erfolgreich sein wird, weil ich einfach kein Marketing-Typ bin. Letztlich habe ich im letzten Jahr für diese ganze Patreon/Membership-Geschichte für einen Stundenlohn von weniger als fünf Dollar gearbeitet. Auch die Bücher sollten längst mehr Einnahmen als 700-800 Dollar pro Monat bringen. Nun habe ich beschlossen, dass ich sämtliche Short Stories, die ich in den letzten Jahren geschrieben habe, in drei Büchern zusammenfasse, veröffentliche und das wird dann das Ende des Kapitels German with Stories und "Deutschlehrerin". Natürlich bleiben die Bücher auf Amazon und vielleicht schreibe ich weitere Bücher, aber alles anderes wird wegfallen.
Und jetzt? Ideal wäre es, wenn die Zusammenarbeit mit Sergio so perfekt klappen würde, dass wir beide gut von den Einnahmen leben könnten. Da sind wir uns auch einig, aber da geht natürlich nicht von heute auf morgen.
Hier in Córdoba werde ich bis zum 31. Januar sein. Es ist ziemlich heiß (logisch, ist Sommer), aber ich hoffe, dass ich einige Ausflüge machen kann. Córdoba selbst finde ich bisher nicht so spannend. Heute (Sonntag) war im Zentrum total tote Hose. Alles geschlossen. Wirklich alles, nicht einmal ein Café habe ich gefunden. Zum Glück hatte ich Wasser mit.
06/12/2024
Jaci-Besuch und Iguazú
Lange nichts geschrieben und viel passiert. Jaci und Felix waren drei Wochen in Argentinien. Nun sind sie schon seit knapp einer Woche wieder zurück in Deutschland. Jaci hier zu haben war total schön, aber ich musste mir eingestehen, dass Felix und ich nicht wirklich kompatibel sind. Die Gründe sind mir klar und keiner von uns beiden hatte wohl wirklich Lust auf den anderen. Jaci stand ständig dazwischen, was auch blöd war. Wir hatten trotzdem eine schöne Zeit in Iguazú. In Patagonien waren die beiden ja alleine. Iguazú war heiß, aber anders als bei meinem ersten Besuch 2017 hatte es vorher nicht viel geregnet, sodass die Wasserfälle wunderschön weiß war. Nur Wasser, nicht vermischt mit Erde. Ich war nur im argentinischen Park, weil ich ja nicht einfach mal so Argentinien verlassen darf, sondern vorher meine Strafe bezahlen muss.
Unser Rückflug war am Donnerstagabend um 18:00 Uhr. An dem Tag hat es richtig arg geregnet und unser Flug war der einzige, der pünktlich abgeflogen und gelandet ist. Jaci und Felix haben in meiner Wohnung geschlafen und ich hatte ein Airbnb in der Nähe.
Jetzt kommen ein paar Fotos aus Iguazú:



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